Unwetterwarnung

Wetterdienst: Berlin drohen schwere Gewitter und Starkregen

Der Deutsche Wetterdienst hat für Berlin eine offizielle Unwetterwarnung herausgegeben: Ab Mittag besteht eine erhöhte Unwettergefahr.

Ist es im Auto bei Gewitter sicher? Darf ich noch schnell auf dem Fahrrad nach Hause fahren? Und werde ich mit Handy in der Hand eher vom Blitz getroffen? Wir klären die wichtigsten Fragen.

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Berlin. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnet für den Mittwoch mit schweren Gewittern und heftigem Starkregen in Berlin. Es bestehe erhöhte Unwettergefahr, so der DWD in seiner "Vorabinformation Unwetter". Die Unwettergefahr gilt seit 12 Uhr.

Es sei punktuell mit Niederschlägen von bis zu 60 Liter pro Quadratmeter in kurzer Zeit zu rechnen, schreiben die Metereologen. Zudem werden Hagel mit einem Durchmesser von bis zu vier Zentimetern und Sturm erwartet. In der Nacht klinge die Gewittertätigkeit dann allmählich wieder ab.

"Bitte verfolgen Sie die weiteren Wettervorhersagen mit besonderer Aufmerksamkeit", heißt es in der DWD-Mitteilung weiter.

Zum Vergleich: Beim sogenannten "Jahrhundertregen" Ende Juni des vergangenen Jahres war es in einzelnen Berliner Bezirken in kurzer Zeit zu Starkregen mit bis zu 154 Liter pro Quadratmeter gekommen.

Die Hitze entlud sich schließlich am Nachmittag in einem teils heftigen Gewitter mit Regen, Hagel, Blitz und Donner. Schäden entstanden dabei laut Feuerwehr keine.

So sah der Jahrhundertregen in Berlin aus

Aufräumarbeiten nach Unwettern in Nordrhein-Westfalen

Unterdessen gingen die Aufräumarbeiten nach den schweren Unwettern in weiten Teilen Deutschlands weiter. Vor allem in Nordrhein-Westfalen waren am Vortag durch Starkregen zahlreiche Straßen, Keller und Gebäude überflutet worden. Stellenweise fiel so viel Regen wie sonst in einem ganzen Monat. Im Raum Wuppertal gab es erhebliche Schäden. Eine Frau im Ruhrgebiet wurde durch einen Blitzschlag verletzt. Auch in Niedersachsen, Hessen und Bayern kam es zu Überschwemmungen.

In Wuppertal liefen die Wassermassen am Dienstag in Häuser und Geschäfte und richteten nach Angaben der Stadt erheblichen Schaden an. Das Dach eines Universitätsgebäudes stürzte ein, in der Innenstadt knickte ein Tankstellendach weg und beschädigte mehrere Autos.

In der Spitze fielen im Raum Wuppertal nach Informationen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) 100 Millimeter Regen, also 100 Liter auf den Quadratmeter. „Das war schon extrem und ist in der Regenmenge etwa das, was normalerweise im Laufe eines Monats fällt“, sagte ein Sprecher am Mittwoch.

„Die Infrastrukturschäden werden ganz erheblich sein“, sagte eine Sprecherin der Stadt Wuppertal. Die Reparatur- und Aufräumarbeiten könnten mehrere Tage dauern - mindestens.

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