Pontifex

Michael Müller würdigt Papst Franziskus bei Privataudienz

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller hat von Papst Franziskus am Sonnabend eine Privataudienz gewährt bekommen.

Papst Franziskus empfing am Sonnabend Berlins Regierenden Bürgermeister Michael Müller

Papst Franziskus empfing am Sonnabend Berlins Regierenden Bürgermeister Michael Müller

Foto: OSSERVATORE ROMANO / REUTERS

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hat die Rolle von Papst Franziskus in der Flüchtlingsdebatte gewürdigt. Der Papst beobachte den Vormarsch populistischer Kräfte auf dem Rücken von Minderheiten und Flüchtlingen mit Sorge, sagte Müller, der zurzeit Bundesratspräsident ist, nach einer Privataudienz mit dem Pontifex im Vatikan am Samstag. Er sei von Franziskus sehr beeindruckt. „Der Papst ist nahe dran an der Realität.“

So beschäftige es Franziskus sehr, dass sich mit den AfD-Erfolgen das politische Klima in Deutschland ändern könnte. Er habe dargestellt, dass es in der Bundesrepublik eine starke Gegenbewegung und viel Solidarität gebe - auch aus den Kirchen, sagte Müller. Beide seien sich darüber einig gewesen, dass mit weiteren Hunderttausend Flüchtlingen in Europa zu rechnen sei. Diesen Menschen müsse man helfen und eine Perspektive geben.

Theologie-Ausbildung in Berlin war Gesprächsthema

In seinen Gesprächen in Rom habe er auch über die Entwicklung der theologischen Ausbildung in Berlin gesprochen. Im Vatikan werde es positiv aufgenommen, dass die katholische und evangelische Theologie in der Humboldt-Universität konzentriert und gestärkt würden.

Ausgangspunkt für das Treffen war eine Konferenz vor zwei Jahren. Damals hatte der Papst mit europäischen Bürgermeistern über die Flüchtlingssituation in ihren Städten gesprochen. Am Samstag stand noch ein Treffen mit der römischen Bürgermeisterin Virginia Raggi auf Müllers Programm. Der SPD-Politiker hatte zuvor die Internationale Architektur-Biennale in Venedig besucht.

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