Abgeordnetenhaus

Grüne fordern vom Senat strengere Klimaschutzvereinbarungen

Berlin. Die Grünen fordern vom Berliner Senat strengere Klimaschutzvereinbarungen mit den großen Unternehmen der Stadt. Die Emissionsziele sollten sich stärker am Pariser Klimavertrag von 2015 orientieren, sagte der umweltpolitische Sprecher der Grünen-Fraktion im Abgeordnetenhaus, Georg Kössler, der Deutschen Presse-Agentur. Außerdem müssten bereits ausgelaufene Klimaschutzvereinbarungen schneller erneuert werden.

In einer Antwort auf eine schriftliche Anfrage Kösslers erklärte der Senat, die meisten Unternehmen hätten die vereinbarten Klimaziele erreicht. Für mehrere Unternehmen seien jedoch noch keine neuen Vereinbarungen getroffen worden, darunter die Vivantes-Kliniken, das IT-Dienstleistungszentrum Berlin sowie der Tierpark. Außerdem hätten die Freie Universität und der Tierpark ihre Klimaziele im Bereich der messbaren Emissionen verfehlt.

Der rot-rot-grüne Senat hat sich das Ziel gesetzt, den Kohlenstoffdioxid-Ausstoß in Berlin bis 2030 um 60 Prozent zu reduzieren. In den Klimaschutzvereinbarungen mit großen Unternehmen werden konkrete Zielwerte für den Rückgang der Emissionen festgelegt. Die Vereinbarungen haben eine Laufzeit von mindestens zehn Jahren.

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