Geschichte

Land Berlin überträgt East Side Gallery an Stiftung

Sonnenuntergang an der East Side Gallery.

Sonnenuntergang an der East Side Gallery.

Foto: dpa

Berlin. Nun ist es amtlich: Das Land Berlin hat die East Side Gallery an die Stiftung Berliner Mauer übertragen. Das längste noch sichtbare Mauerstück in der einst geteilten Stadt soll so als Gedenk- und Erinnerungsort erhalten werden. Das Abgeordnetenhaus stimmte am Donnerstag einer entsprechenden Vorlage von Kultursenator Klaus Lederer (Linke) zu.

Für das Projekt und die Pflege des Areals stelle das Land Berlin zusätzliche Mittel von 250 000 Euro jährlich zur Verfügung, teilte die Stiftung mit. Bei der East Side Gallery handelt es sich um ein 1,3 Kilometer langes Teilstück der sogenannten Hinterlandmauer, die Künstler aus aller Welt 1990 bemalten.

Stifungs-Direktor Axel Klausmeier erklärte, Ziel der Vermittlungsarbeit werde es sein, den Besuchern sowohl die Geschichte der künstlerischen Aneignung des Ortes im Jahre 1990 als auch die Funktionsweise des einstigen DDR-Grenzsystems zu vermitteln. "Dass diese beiden Geschichten hier gleichberechtigt nebeneinander stehen, macht die Einzigartigkeit dieses Ortes aus. Beide Geschichten gilt es zu erzählen", sagte Klausmeier. Die Stiftung Berliner Mauer wird vom Land und dem Bund getragen und ist bereits für mehrere Gedenkorte in Berlin zuständig.

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