1. Mai-Bilanz

Innensenator: Weiter Gewaltpotenzial der linksextremen Szene

Innensenator Andreas Geisel hat am Montag eine positive Bilanz des 1. Mai gezogen. Die Linksextremisten blieben jedoch gewaltbereit.

Innensenator Andreas Geisel hat davor gewarnt, die Gewaltbereitschaft der linksextremen Szene zu unterschätzen

Innensenator Andreas Geisel hat davor gewarnt, die Gewaltbereitschaft der linksextremen Szene zu unterschätzen

Foto: Paul Zinken / dpa

Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) hat erneut eine positive Bilanz des 1. Mai gezogen und besonders der Polizei für die Verhinderung von Gewaltausbrüchen gedankt. Die abendliche Demonstration sei aber nicht von sich aus friedlich gewesen, das Gewaltpotenzial der linksextremen Szene sei weiterhin vorhanden, betonte Geisel am Montag im Innenausschuss. Es sei den Polizisten zu verdanken, dass der Ablauf friedlich blieb.

Die Polizei habe 103 Menschen festgenommen und 370 Verfahren wegen Straftaten und Ordnungswidrigkeiten eingeleitet. Darunter seien 21 Verfahren wegen Landfriedensbruch, 18 wegen Körperverletzung und 10 wegen Widerstandes gegen Polizisten gewesen. Drei Haftbefehle wurden verhängt. Viele der festgenommenen Menschen seien aber schnell wieder freigelassen worden. 21 Polizisten wurden verletzt.

Geisel sprach von sinkenden Teilnehmerzahlen bei dem linksextremen Block der abendlichen Demonstration und weniger Unterstützung in der Szene. Das bedeute aber noch keine Entwarnung für die nächsten Jahre. Die Polizei müsse wegen der Gewaltbereitschaft weiter wachsam sein.

Mehr zum Thema:

1. Mai in Berlin: Das ist die Bilanz der Polizei

Darum blieb der 1. Mai dieses Jahr so friedlich

Urteil: Autonomen-Kneipe in Rigaer Straße bleibt

14 Autos brennen rund um den Kollwitzplatz