Gesobau

924 weitere Wohnungen in Hellersdorf bis Frühjahr 2020

Bis zum Frühjahr 2020, also innerhalb von gerade einmal zwei Jahren, sollen insgesamt 17 neue Wohnhäuser an drei Standorten entstehen.

Simulation: Die geplanten Neubauten an der Tangermünder Straße

Simulation: Die geplanten Neubauten an der Tangermünder Straße

Foto: wiechers beck Gesellschaft von A / Gesobau AG

Berlin. Bezahlbare Mietwohnungen in Berlin zu finden ist schwer. Immerhin nimmt sich die Stadt dem Problem auch so langsam an: Das städtische Wohnungsbauunternehmen Gesobau wird im Bezirk Marzahn-Hellersdorf 812 neue Mietwohnungen bauen. Bis zum Frühjahr 2020, also innerhalb von gerade einmal zwei Jahren, sollen insgesamt 17 neue Wohnhäuser an drei Standorten in der Lion-Feuchtwanger-Straße, am Kummerower Ring sowie in der Tangermünder Straße gebaut werden. Am Mittwoch wurde nun der Grundstein für den Gebäudekomplex in der Tangermünder Straße gelegt.

„In den vergangenen sechs Jahren sind 280.000 Menschen neu nach Berlin gezogen – das entspricht in etwa der Einwohnerzahl von Marzahn-Hellersdorf. Da müssen wir als Stadt handeln“, erklärt Bausenatorin Katrin Lompscher (Linke). Sie spricht von einer „Neubauoffensive in Hellersdorf“. Die Hälfte der 812 Wohnungen wird mietpreis- und belegungsgebunden sein, kündigt die Gesobau an. Das heißt, dass der Quadratmeterpreis im Schnitt bei 6,50 Euro liegen wird. „Und auch die andere Hälfte der Wohnungen soll im Durchschnitt nicht mehr als 10 Euro pro Quadratmeter kosten“, sagt Jörg Franzen, Vorstandsvorsitzender der Gesobau.

Zum Vergleich: Die durchschnittliche monatliche Nettokaltmiete in Marzahn-Hellersdorf lag im Jahr 2017 bei 7,16 Euro je Quadratmeter. Das ist eine Steigerung von 24,4 Prozent gegenüber dem Jahr 2015. „Wir müssen zusätzlichen Wohnraum in Berlin schaffen“, bekräftigt Lompscher daher. „Aber wir müssen auch solchen Wohnraum schaffen, den sich die Menschen leisten können.“

112 neue Mietwohnungen in zwei Mehrfamilienhäusern in der Stendaler Straße stehen zudem kurz vor der Fertigstellung – und es stehen noch Wohnungen frei. Damit baut Gesobau bis zum Frühjahr 2020 insgesamt 924 neue Wohnungen allein im Stadtteil Hellersdorf. In Planung sind zudem weitere 1250 neue Wohnungen auf dem Areal rund um das Stadtgut Hellersdorf, die bis Ende 2022 errichtet sein sollen.

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