Tarife

Studentische Beschäftigte erneut zum Warnstreik aufgerufen

Rund 8000 Hochschulmitarbeiter sollen erneut auf die Straße gehen - für einen besseren Stundenlohn

Ein Mann hat bei einem Warnstreik vor dem Verdi-Logo eine Pfeife im Mund.

Ein Mann hat bei einem Warnstreik vor dem Verdi-Logo eine Pfeife im Mund.

Foto: dpa

Berlin. Im Tarifstreit um eine bessere Bezahlung sind die 8000 studentischen Mitarbeiter der Berliner Hochschulen nächste Woche erneut zum Warnstreik aufgerufen. Der Ausstand solle vom 14. bis 19. Mai andauern, teilten die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und Verdi am Dienstag mit. Weitere Verhandlungen seien für den 24. Mai in Aussicht gestellt. "Wenn die Arbeitgeberseite so auf Zeit spielt, sind wir gezwungen zu handeln", erklärte GEW-Verhandlungsführer Tom Erdmann. Auch nach acht Verhandlungsrunden erfülle das Angebot der Hochschulen die Anforderungen nicht.

Arbeitgeberverband zeigt sich überrascht

"Wir sind sprachlos", sagte die Geschäftsführerin des kommunalen Arbeitgeberverbandes (KAV), Claudia Pfeiffer. Die Ankündigung der Gewerkschaften komme unerwartet, für einen Warnstreik sehe man keinen Anlass. Zuletzt habe der KAV eine Anhebung des Stundenlohns von 10,98 auf 12,13 Euro mit dynamischer Fortentwicklung angeboten, so Pfeiffer. Das sei "recht ordentlich" für studentische Beschäftigte.

Die Gewerkschaften fordern "schnellstmöglich" eine Anhebung des Stundenlohns auf 12,50 Euro - diesen bezahle die Technische Universität Hilfskräften seit dem 1. Januar freiwillig. Außerdem sollen die Gehälter nach dem Willen der Gewerkschaften an die Lohnentwicklung der anderen Hochschulbeschäftigten gekoppelt werden. Seit Jahresbeginn hatte es mehrfach Warnstreiks gegeben.

Mehr zum Thema:

IG BAU verlangt Entgegenkommen in der Schlichtung

Streiks in Frankreich stellen Reisende vor Geduldsprobe

Reisende in Frankreich müssen wegen Streiks bei der Bahngesellschaft SNCF und der Fluglinie Air France mit Ausfällen und Verspätungen rechnen. Durch den zweitägigen Ausstand dürfte jeder zweit...
Streiks in Frankreich stellen Reisende vor Geduldsprobe
© Berliner Morgenpost 2018 – Alle Rechte vorbehalten.