Neue Direktverbindung

U-Bahn fährt öfter zwischen City West und Friedrichshain

Die U3 fährt seit Montagmorgen vom Bahnhof Krumme Lanke in Zehlendorf bis Warschauer Straße in Friedrichshain.

Die U3 fährt nun von Steglitz bis nach Friedrichshain

Die U3 fährt nun von Steglitz bis nach Friedrichshain

Foto: picture alliance / Paul Zinken/ dpa

Berlin.  Bei der Berliner U-Bahn gibt es eine neue Direktverbindung zwischen dem Südosten und Osten der Stadt. Wie von der BVG angekündigt, fährt die U3 seit Montagmorgen vom Bahnhof Krumme Lanke in Zehlendorf bis Warschauer Straße in Friedrichshain. Bisher endete die Linie am Nollendorfplatz.

Vorteil des neuen U3-Konzepts: Zusammen mit der U1 (Uhlandstraße–Warschauer Straße) erhöht sich die Taktdichte zwischen der City West und der östlichen Innenstadt. Statt im Abstand von fünf Minuten kommt nun alle drei bis vier Minuten ein Zug. Ein Angebotsplus von 12,5 Prozent, wie die BVG errechnet hat. Die Zusatzleistungen wurden vom Berliner Senat bestellt und auch bezahlt.

Profitieren davon dürften nicht zuletzt Studenten der Freien Universität, die häufig auf der Strecke zwischen dem Campus in Dahlem sowie Kreuzberg und Friedrichshain unterwegs sind. Sie müssen nicht mehr am Wittenbergplatz umsteigen. Es gibt aber auch Verlierer: Zwischen Wittenbergplatz und Uhlandstraße fährt die U1 generell nur alle zehn Minuten statt wie vorher auch im Fünf-Minuten-Takt.

Das neue Angebot ist zunächst auf den Berufsverkehr beschränkt. In den Tagesrandzeiten sowie am Wochenende fährt die U3 wie bisher nur bis Nollendorfplatz. Für das neue Betriebskonzept musste die BVG den Netzplan neu gestalten und 17.000-mal in Infotafeln, an Ticketautomaten und in U-Bahnwagen austauschen. Auch 246 Schilder in den U-Bahnhöfen mussten angepasst werden. Einige Schilder wie etwa im U-Bahnhof Wittenbergplatz zeigen aber noch den Nollendorfplatz als Endstation an. Dies soll bis Ende der Woche geändert werden, so ein BVG-Sprecher.

Die Lösung eines weiteren Problems wird wohl länger dauern: Die Langsamfahrstelle wegen Bauwerksschäden im Bereich Görlitzer Bahnhof wird erst 2020 verschwinden. Bei den am Sonntag zu Ende gegangenen Arbeiten habe sich die BVG auf den Bahnhof Kottbusser Tor und die dortige Kehranlage konzentriert, so ein Unternehmenssprecher.

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