Neukölln

Karl-Marx-Straße bleibt mindestens bis 2021 Baustelle

Auf der Karl-Marx-Straße startet der nächste Bauabschnitt. Nach Fertigstellung gibt es für Autofahrer Tempo-30 und nur eine Spur.

Die Baustelle auf der Karl-Marx-Straße sorgt seit 2011 regelmäßig für Stau (Archiv)

Die Baustelle auf der Karl-Marx-Straße sorgt seit 2011 regelmäßig für Stau (Archiv)

Foto: Paul Zinken / dpa

Berlin.  Die gute Nachricht für Anwohner und Anlieger der Karl-Marx-Straße in Neukölln: Ein weiterer Teil der Straßensanierung ist fertiggestellt. Die weniger gute, vor allem für Autofahrer: Es wird weitergebaut. Deswegen bleibt die Karl-Marx-Straße auch zukünftig für den Verkehr Richtung Süden gesperrt und verläuft nach Norden nur einspurig, Dauerstau inklusive.

Zum kombinierten „Banddurchschneiden“ samt Spatenstich für den dritten Bauabschnitt kamen am Donnerstag Neuköllns Bürgermeister Martin Hikel (SPD), Sozialstadtrat Jochen Biedermann (Grüne) und Sebastian Scheel, Staatssekretär für Wohnen. Gemeinsam wurde auch eine neue Fußgängerampel gestartet, die zum neuen Vorplatz an der Neuköllner Oper führt. Dort laden, wie auch an anderen Stellen am Straßenrand, neue Sitzbänke zum Verweilen ein.

Neue Baustelle zwischen Briese- und Weichselstraße

Bereits seit 2011 und noch bis mindestens 2021 wird die Karl-Marx-Straße umgebaut. Die aktuelle Baustelle liegt nun zwischen Briese- und Weichselstraße. In der ersten Phase wird die Decke des U-Bahn­tunnels der U7 saniert, danach werden Leitungen neu verlegt, zum Schluss folgt der Straßenbau. Bereits fertiggestellt ist der südliche Straßenteil bis zur Briesestraße sowie der ehemalige „Platz der Stadt Hof“, der heute Alfred-Scholz-Platz heißt und Raum für Tische eines Cafés bietet.

Hikel betonte, der Straßenbau sei ein Stück Stadtgeschichte. Denn die Baustelle ist Teil eines großen Stadtumbauprojekts. Neuköllns wichtigste Magistrale war bisher eine vierspurige Durchgangsstraße Richtung Rudow. Künftig soll sie allen Verkehrsteilnehmern mehr Raum geben. Für Autos gibt es nur noch eine Fahrspur je Richtung mit Tempo 30, neue Radstreifen verlaufen auf der Fahrbahn, die Bürgersteige werden breiter und einladender.

In das Sanierungsgebiet an der Karl-Marx-Straße fließen für verschiedene Maßnahmen insgesamt 60 Millionen Euro.Wann das letzte Stück Karl-Marx-Straße bis zum Hermannplatz fertiggestellt wird, ist noch unklar. Die Planung hänge davon ab, wie der Hermannplatz künftig aussehen wird, heißt es im Bezirksamt. Im Koalitionsvertrag steht die Verlängerung der Straßenbahn M10 von der Warschauer Straße bis Neukölln – die Endhaltstelle könnte dann am Hermannplatz liegen.

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