Senatsjustizverwaltung

Wettbüro-Mord: Handys in Zellen von Hells Angels gefunden

Seit dreieinhalb Jahren wird in dem Fall verhandelt. Die Beschuldigten halten offenbar aus dem Gefängnis Kontakt nach draußen.

Polizeibeamte vor dem Tatort, einem Wettbüro in Reinickendorf

Polizeibeamte vor dem Tatort, einem Wettbüro in Reinickendorf

Foto: Maurizio Gambarini / dpa

Berlin. Die angeklagten Rocker im Prozess um einen Mord in einem Wettbüro sind nicht ganz von der Außenwelt abgeschlossen. 14 Handys wurden in den vergangenen Jahren in den Gefängniszellen der Beschuldigten gefunden. Das teilte die Senatsjustizverwaltung in einer Antwort auf eine Anfrage des SPD-Innenpolitikers Tom Schreiber mit.

Demnach stießen die Justizvollzugsbeamten seit 2014 alle paar Monate bei den Rockern auf Handys. Außerdem wurde bei einigen in drei Fällen Marihuana gefunden, insgesamt allerdings nur 2,5 Gramm.

Der bislang größte Rocker-Prozess der Hauptstadt begann mit elf Angeklagten am 4. November 2014. Laut Anklage sollen die Rocker am 10. Januar 2014 in ein Wettspiel-Café gestürmt sein, der Mann an der Spitze erschoss im Hinterzimmer einen 26-Jährigen.

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