Senat

Berlin will seine Beamten schneller besser bezahlen

Gudrun Mallwitz
13.04.2018, Berlin: Michael Müller (M, SPD), Berlins Regierender Bürgermeister, stellt auf einer Pressekonferenz Christian Gaebler (r, SPD) als neuen Chef der Berliner Senatskanzlei und Frank Nägele (l, SPD) als neuen Staatssekretär vor. Foto: Kay Nietfeld/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

13.04.2018, Berlin: Michael Müller (M, SPD), Berlins Regierender Bürgermeister, stellt auf einer Pressekonferenz Christian Gaebler (r, SPD) als neuen Chef der Berliner Senatskanzlei und Frank Nägele (l, SPD) als neuen Staatssekretär vor. Foto: Kay Nietfeld/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Foto: Kay Nietfeld / dpa

Bis 2021 sollen Berliner Beamte so viel verdienen wie ihre Kollegen im Bundesdurchschnitt, hat der Senat beschlossen.

Berlin. Die rot-rot-grüne Koalition in Berlin will die Beamtenbesoldung in der Hauptstadt rascher anheben als geplant. Um das selbst gesetzte Ziel zu erreichen, bis zum Jahr 2021 die Bezahlung auf den Durchschnitt der Länder anzuheben, soll die Anpassung in schnelleren Schritten vollzogen werden. Darauf haben sich SPD, Linke und Grüne geeinigt.

„Wir wollen künftig wie die meisten Bundesländer bereits Anfang des Jahres Anpassungen vornehmen und nicht wie bislang Mitte des Jahres“, sagte der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) am Mittwoch nach einer Sitzung des Koalitionsausschusses der Berliner Morgenpost.

Damit würden die geplanten Erhöhungen vorgezogen. In welchen Schritten sie erfolgen und welche finanziellen Auswirkungen dadurch zu erwarten sind, dazu soll Berlins Finanzsenator Matthias Kollatz-Ahnen (SPD) in einer der nächsten Senatssitzungen Vorschläge einbringen. Die scheidende Rechnungshofpräsidentin Marion Claßen-Beblo hatte im Interview mit der Berliner Morgenpost Kritik an der Einstellungspolitik des Senats geübt. „Viel Personal hilft nicht immer“, gab sie zu bedenken. Sie verlangte, Berlin müsse schnellstmöglich zu einer Vergütung im öffentlichen Dienst kommen, die dem Durchschnitt der Bundesländer entspricht.

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