Berlin

Im Namen der Verkehrswende

Zur Person Regine Günther ist noch relativ neu in der aktiven Politik, aber hat den vielleicht schwersten Job in der Führungsriege des rot-rot-grünen Senats, wo sie für die Grünen das Ressort für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz verantwortet. Die gebürtige Pfälzerin soll nicht weniger als eine komplette Verkehrswende in der Hauptstadt schaffen. Das bedeutet unter anderem die Umsetzung des Berliner Mobilitätsgesetzes, dem deutschlandweit einzigen seiner Art. Geplant sind dabei vor allem Verbesserungen für Radfahrer, damit mehr Berliner auf dieses umweltfreundliche Verkehrsmittel umsatteln. Dazu gehören: Radwege an allen Hauptstraßen, 100.000 neue Abstellmöglichkeiten, 100 Kilometer Radschnellwege. Zudem soll Günther den öffentlichen Nahverkehr beschleunigen und muss nebenbei noch darauf achten, dass der Wirtschaftsverkehr nicht zu kurz kommt. Weil für diese Vorhaben Parkplätze gestrichen werden müssen, hat die Opposition ihr den Stempel „autofeindlich“ aufgedrückt. Die Energie- und Klimaexpertin, die 16 Jahre in leitender Position bei der Umweltschutzorganisation WWF Deutschland arbeitete, macht dennoch keinen Hehl daraus, dass für sie die Gesundheit der Bürger an oberster Stelle steht. Wenn es sein muss, auch mit Fahrverboten.