„Nacht der Politik“

Wie Lichtenbergs Bürgermeister eine AfD-Anfrage zerlegte

Ein AfD-Bezirksverordneter wollte wissen, warum das Rathaus Lichtenberg rot angestrahlt wurde. Die Antwort fiel äußerst prägnant aus.

Während der "Nacht der Politik" wird das Rathaus Lichtenberg rot angestrahlt

Während der "Nacht der Politik" wird das Rathaus Lichtenberg rot angestrahlt

Foto: pictue alliance

Berlin.  Schon fast traditionell haben Lichtenberger Bürgerinnen und Bürger jeweils am ersten Freitag im März die Möglichkeit, bei der „Nacht der Politik“ mit Politikern aus dem Bezirk zu sprechen. Dazu schaltet der Bezirksbürgermeister am Abend die Fassadenbeleuchtung am Haupteingang des Rathauses an.

Die in Rot gehaltene Beleuchtung empörte ein paar Wochen später den Lichtenberger Bezirksverordneten Heribert Eisenhardt von der AfD. In einer mündlichen Anfrage vom 19. April wollte der Politiker von Bürgermeister Michael Grunst (Linke) wissen, ob die „rote Fassaden-Bestrahlung einen konzeptuellen Hintergrund“ gehabt habe. Grunsts Antwort war kurz, prägnant und für den Fragesteller eher niederschmetternd: „Weil das Rathaus braun beleuchtet schlecht aussehen würde.“

Mit ihren Anträgen und Anfragen auf Bezirksebene sorgte die AfD schon des Öfteren für Verwunderung. So hatte die parteilose, aber für die AfD in der Bezirksverordnetenversammlung Friedrichshain-Kreuzberg sitzende Politikerin Sibylle Schmidt die Schließung des Techno-Tempels Berghain beantragt, weil dort seit Jahren Verstöße gegen die Gaststättenverordnung stattfänden. Laut AfD war der Antrag vorher aber nicht abgesprochen gewesen und wurde mittlerweile wieder zurückgezogen.

Um den Antrag, dem Berghain die Betriebserlaubnis zu entziehen, geht es auch in der aktuellen Folge des Berlin-Podcasts "Molle und Korn":

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