Pflegenotstand

Pflegermangel trifft Berlin bundesweit am wenigsten

In Berlin ist der Mangel an Pflegekräften nicht so schlimm wie in anderen Bundesländern (Archiv)

In Berlin ist der Mangel an Pflegekräften nicht so schlimm wie in anderen Bundesländern (Archiv)

Foto: Andreas Arnold / dpa

Der Pflegenotstand ist in Berlin nicht so schlimm wie in anderen Bundesländern. Doch auch in der Hauptstadt fehlen Hunderte Pfleger.

Berlin. Im Vergleich zu anderen Bundesländern ist der Mangel an Pflegekräften in Berlin am wenigsten ausgeprägt. In der Altenpflege kommen 43 arbeitslose Fachkräfte auf 100 offene Stellen, in der Krankenpflege sind es 81 arbeitslose Spezialisten auf 100 Stellen. Damit ist die Situation in Berlin in beiden Bereichen deutlich weniger dramatisch als in allen anderen Bundesländern, wie aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen hervorgeht, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Im Bundesschnitt kommen auf 100 offene Stellen 21 arbeitssuchende Altenpfleger, in der Krankenpflege sind es 41 pro 100 Stellen.

Wie es in der Antwort der Bundesregierung weiter hieß, waren im Vorjahr in Berlin im Schnitt mehr als 600 Fachkraft-Stellen in der Alten- und Krankenpflege nicht besetzt. Deutschlandweit liegt dieser Wert bei mehr als 25 000, zudem fehlen rund 10 000 Hilfskräfte.

Union und SPD haben im Koalitionsvertrag unter anderem ein „Sofortprogramm Pflege“ mit 8000 neuen Fachkraftstellen und besserer Bezahlung versprochen. Zudem ist eine „Konzertierte Aktion Pflege“ für einen besseren Personalschlüssel und eine Ausbildungsoffensive für Pflegerinnen und Pfleger angekündigt.

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( dpa )