Verkehrsbetriebe

BVG kauft 1000 neue Busse und schreibt Millionengewinn

Die BVG machte im vergangenen Jahr einen Millionengewinn. Gegen ein Hochhausprojekt am Alex hat sie aber noch Bedenken.

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Berlin. Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) haben das vergangene Jahr mit einen Überschuss von 12,9 Millionen Euro abgeschlossen. Dies sei das vierte positive Jahresergebnis in Folgte, teilte Deutschlands größtes Nahverkehrsunternehmen am Mittwoch mit. Gründe für das Plus seien "stetig steigende Fahrgastzahlen sowie erneut gesteigerte Abonnementverkäufe", so BVG-Sprecherin Petra Reetz. Das Verkehrsunternehmen konnte sein Ergebnis um 1,2 Millionen Euro gegenüber 2016 verbessern. Die BVG könne nun "gleichzeitig Schulden abbauen sowie wichtige Investitionen tätigen", sagte die Aufsichtsratsvorsitzende Ramona Pop. Im vergangenen Jahr sind die Schulden der BVG um zehn Millionen auf 679 Millionen Euro gesunken.

Knapp die Hälfte der Investitionen von insgesamt 380 Millionen Euro entfiel auf neue Fahrzeuge. Außerdem wurde in "leistungsfähige Gleisanlagen, Werkstätten und Betriebshöfe sowie barrierefreie und moderne Bahnhöfe" investiert, sagte BVG-Vorstandsvorsitzende Sigrid Nikutta. Fahrgäste haben im vergangenen Jahr 1,064 Milliarden Fahrten mit der BVG unternommen - 19 Millionen mehr als ein Jahr zuvor.

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Hochhausbau am Alex weiter unsicher

Ein Teil des Millionenüberschusses will die BVG in die Modernisierung ihres Fahrzeugparks investieren. Während der Kauf neuer U-Bahnzüge wegen rechtlicher Streitigkeiten noch stockt, sollen nun erst einmal neue, schadstoffarme Busse angeschafft werden. Der Aufsichtsrat bestätigte zwei Rahmenverträge, die den Kauf von bis zu 600 Gelenk- und 350 kürzeren Eindeckerbussen ermöglichen, die mit der Euro-6-Dieseltechnologie ausgestattet sind. Damit können die Busse auch in der Innenstadt fahren.

Wer die Lieferanten sein werden, wollte die BVG noch nicht sagen. Zunächst müsse eine Frist von zehn Tagen abgewartet werden, in der unterlegene Bieter Einspruch einlegen können, so die BVG-Sprecherin Reetz.

Im Streit um das von US-Investor Hines geplante Hochhaus am Alexanderplatz hat der Aufsichtsrat keine abschließende Entscheidung getroffen. Es solle geprüft werden, ob es bauliche Alternativen gibt, die das Risiko für die U-Bahn gegen Null minimieren, sagte BVG-Sprecherin Reetz. Die BVG befürchtet, dass bei möglichen Bauschäden die unmittelbar neben dem Hochhaus gelegenen U-Bahn-Schächte mit Grundwasser voll laufen könnten.

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