Wohneigentum

In Neukölln und Wedding steigen die Preise am stärksten

In 80 Prozent der Berliner Ortsteile steigen die Immobilienpreise, während das Angebot sinkt - am stärksten in Neukölln und Wedding.

Neubau-Wohnungen entstehen auf einer Baustelle in Kreuzberg. Der bezahlbare Wohnraum in Berlin wird trotz Mietpreisbremse und zahlreicher Neubauprojekte knapp (Archivbild)

Neubau-Wohnungen entstehen auf einer Baustelle in Kreuzberg. Der bezahlbare Wohnraum in Berlin wird trotz Mietpreisbremse und zahlreicher Neubauprojekte knapp (Archivbild)

Foto: dpa Picture-Alliance / Bernd von Jutrczenka / picture alliance / Bernd von Jut

Berlin.  In Berlin steigen die Immobilienpreise ungebremst weiter. In fast 80 Prozent der Berliner Ortsteile sei dies der Fall. Bei den Immobilien rund um den S-Bahn-Ring seien es sogar 90 Prozent. Das berichtet das Immobilienportal mcmakler.de.

„Die aktuellen Preissteigerungen (…) zeigen, dass der Boom auf dem Immobilienmarkt (...) noch nicht vorbei ist", beurteilt Hanno Heintzenberg von McMakler die Entwicklung. "Wir schätzen, dass die Preise bald stagnieren werden, allerdings auf hohem Niveau."

Kann man sich noch die Mieten in Berlin leisten?

Neukölln und Wedding gelten schon seit geraumer Zeit vor allem bei jungen Leuten und Kreativen als attraktiv. Dort steigen die Preise am stärksten: Um 8,86 Prozent in Neukölln und um 8,63 Prozent in Wedding. Mit durchschnittlichen Preisen von 4166 Euro pro Quadratmeter bzw. 3235 Euro rangieren die Ortsteile aber preislich noch im Mittelfeld des Berliner Preisrankings.

Steigende Preise bzw. ein generell hohes Preisniveau in den Nachbarbezirken Mitte und Friedrichshain-Kreuzberg verursachen auch deutliche Preissteigerungen in Wedding und Neukölln. „Diese Entwicklung wird sich fortsetzen, zumal auch die Anzahl der angebotenen Immobilien in diesen Bezirken rückläufig ist“, bestätigt Heintzenberg.

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Mitte am teuersten, Marzahn am günstigsten

Auffällig ist aber auch, dass die Gegenden um die S-Bahn-Stationen Neukölln, Sonnenallee und Hermannstraße sowie Gesundbrunnen und Wedding im Preisranking bezüglich des S-Bahn-Rings im unteren Drittel rangieren. Gleichzeitig liegen die Preise aber rund um die Weddinger S-Bahnhöfe über dem durchschnittlichen Immobilienpreis in Wedding. Anders sieht es in Neukölln aus, wo die durchschnittlichen Marktpreise der drei betreffenden Haltestellen unter den Bezirkspreisen liegen.

Der teuerste Berliner Ortsteil ist mit durchschnittlich 5923 Euro pro Quadratmeter weiterhin Mitte, dicht gefolgt von Tiergarten und Kreuzberg, wo Käufer derzeit 5774 Euro pro Quadratmeter bzw. 5,13 Euro pro Quadratmeter für ein Haus oder eine Wohnung zahlen. Das ist ein Preisanstieg in Tiergarten um 6,41 Prozent, in Kreuzberg um 0,29 Prozent. In Mitte stiegen die Preise im ersten Quartal 2018 um 2,42 Prozent gegenüber dem vierten Quartal 2017.

Im Osten Berlins sinken die Preise hingegen leicht: In Weißensee, Köpenick und Marzahn im ersten Quartal um 3,31 Prozent, bzw. 2,43 Prozent und 2,57 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Noch vergleichsweise günstig kann man Wohneigentum noch in Hellersdorf und Treptow mit 2839 Euro pro Quadratmeter bzw. 2,80 Euro pro Quadratmeter erwerben. Am niedrigsten sind die Preise in Marzahn mit durchschnittlich 2768 Euro pro Quadratmeter. Demnach kostet eine Immobilie in Marzahn durchschnittlich nur halb so viel wie in Mitte.

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