Feirlichkeit

70 Jahre Israel - Botschafter Issacharoff lädt ins Maritim

Der Botschafter äußerte sich bei Feierlichkeiten zum Jahrestag der Unabhängigkeit über antisemitische Angriffe.

Der israelische Botschafter Jeremy Issacha

Der israelische Botschafter Jeremy Issacha

Foto: Bernd von Jutrczenka / dpa

Auch der Empfang zum 70. Jahrestag der Unabhängigkeit des Staates Israel am Donnerstagabend wurde von dem jüngsten antisemitischen Vorfall überschattet. „Solche Attacken können nicht toleriert werden“, sagte Israels Botschafter Jeremy Issacharoff in seiner Rede vor den mehr als 1000 Gästen im Maritim Hotel Berlin. Ende August vergangenen Jahres hatte er das Amt von Yakov Hadas-Handelsman übernommen und warnte schon vor einigen Monaten vor einem wachsenden Antisemitismus in Deutschland. Gestern forderte er erneut null Toleranz.

Der Botschafter begrüßte neben Bundesjustizministerin Katarina Barley (SPD) auch Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD), der kurz nach seinem Amtsantritt Israel besuchte – und an diesem Abend auch eine Rede hielt. Es sei ihm eine große Ehre, hier zu sein, und dass Deutschland und Israel heute eine wunderbare Freundschaft verbindet, sei ein wunderbares Geschenk für Deutschland, sagte Maas.

„Ein Moment der Freude“

Vor diesem Hintergrund findet er es beschämend, dass hier „jüdische Schulen und Synagogen von der Polizei beschützt werden müssen, junge Männer mit Kippa auf offener Straße verprügelt und Preise für antisemitische Musik verliehen werden“.

Gefeiert wurde der runde Geburtstag trotz allem: Es sei „ein Moment der Freude, der Erfüllung und der Genugtuung“, sagte Issacharoff bereits auf Facebook. Diesen Moment teilten mit ihm und seiner Frau Laura Kam zahlreiche hochrangige Gäste aus Politik und Wirtschaft, unter anderem Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (SPD), Staatssekretärin Sawsan Chebli oder Mario Ohoven, Präsident des Bundesverbands der mittelständischen Wirtschaft.

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