Podcast "Molle und Korn"

Wer Juden angreift, gehört nicht in dieses Land!

Der antisemitische Übergriff in Prenzlauer Berg macht sprachlos. Diskutiert werden muss trotzdem. Folge 23 von "Molle und Korn".

Emina Benalia und Sebastian Geisler

Emina Benalia und Sebastian Geisler

Foto: Reto Klar

Direkt vom Kurfürstendamm in Berlin: Molle und Korn. Der Podcast von der Berliner Morgenpost.

In Prenzlauer Berg wurde ein junger Israeli antisemitisch beschimpft und mit einem Gürtel angegriffen - nur weil er eine Kippa trug. Ein Fall, der sprachlos macht. Doch genau jetzt sollte man nicht schweigen. "Wer Juden verprügelt, hat hier im Land nichts zu suchen!" - In dem Punkt sind sich Emina und Sebastian einig. Sebastian fordert Folgen auch für die Asylpolitik der deutschen Bundesregierung. "Wir brauchen klare Regeln, wen wir hier im Land haben wollen und wen nicht", sagt er. "Und das muss dann auch durchgesetzt werden."

Dass dieser Vorfall kein Einzelfall ist, weiß Emina aus eigener Erfahrung. "Wenn ich abends in die U-Bahn steige, kontrolliere ich automatisch, dass mein Davidstern-Anhänger unter der Bluse versteckt ist", sagt sie. Einfach um Eskalationen zu vermeiden. Doch ist das die richtige Herangehensweise?

Vielleicht wären wir besser beraten, wenn wir auf Aufklärung und konsequentes rechtsstaatliches Durchgreifen gegen Antisemitismus setzen statt auf Mitleidsbekundungen, meint Emina. Vielleicht wären Rapper wie Kollegah und Farid Bang, die in ihren Songs den Holocaust verharmlosen und Gewaltbereitschaft feiern, dann auch nicht so erfolgreich. Dann müssten wir uns auch nicht fragen, warum solche Künstler Echo-Preise gewinnen.

Immerhin gibt es auch gute Nachrichten: Der Sommer ist in Berlin angekommen und Sebastian ist angezwitschert. Auf dein Wohl, Berlin!

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"Molle und Korn" ist jeden Donnerstag zu hören. In der U-Bahn, in der Badewanne, beim Waldspaziergang, beim Shoppen im KaDeWe oder gemütlich im Bett - abzurufen direkt bei der Berliner Morgenpost auf morgenpost.de, bei Soundcloud, bei iTunes und jetzt auch bei Deezer.

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