Studie

Air-Berlin-Pleite und Airbnb dämpfen Hotel-Wachstum

Berliner Hoteliers verzeichneten im vergangenen das geringste Wachstum bei Zimmererlösen seit vier Jahren.

Spree,  Nikolaiviertel mit Nikolaikirche,  Alexanderplatz mit Fernsehturm, Rotes Rathaus, Kaufhaus Wertheim und das Park Inn Hotel

Spree, Nikolaiviertel mit Nikolaikirche, Alexanderplatz mit Fernsehturm, Rotes Rathaus, Kaufhaus Wertheim und das Park Inn Hotel

Foto: dpa Picture-Alliance / Robert Schlesinger / picture alliance / Robert Schles

Berliner Hoteliers verzeichneten im Jahr 2017 das geringste Wachstum bei den Zimmererlösen seit vier Jahren - dies zeigt der "European Cities Hotel Forecast" des Beratungsunternehmens PwC. Insbesondere das schwache letzte Trimester des vergangenen Jahres bremste das Wachstum der Branche aus, heißt es in der Studie.

Eine wichtige Ursache hierfür laut Studie: die Insolvenz der in Berlin ansässigen Fluggesellschaft Air Berlin im August 2017. Auch der rasante Anstieg von alternativen Übernachtungsangeboten und der zunehmende Trend der "Share Economy" machte den Berliner Hoteliers 2017 zu schaffen. Airbnb & Co. absorbierten im vergangenen Jahr rund drei Millionen Übernachtungen und legten damit ein Wachstum von 17 Prozent hin.

Für das Jahr 2018 rechnet PwC mit einem Anstieg der durchschnittlichen Netto-Zimmerpreise um 1 Prozent auf 97 EUR und 2019 mit einem Wachstum von 1,5 Prozent auf 98 EUR. Die durchschnittlichen Zimmererlöse je verfügbarem Zimmer dürften um 1,3 bzw. 2 Prozent zulegen.

Einen weiteren Wachstumsschub könnten die Hotels der Stadt durch die Eröffnung des Berliner Flughafens BER erleben, sagt PwC-Experte Hennig: "Wenn die Zahl der internationalen Flugverbindungen steigt, wird Berlin nicht nur für internationale Touristen attraktiver, sondern auch für Geschäftsreisende, Messeveranstalter und -besucher. Davon dürfte das Hotelgewerbe der Stadt profitieren."

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