Kriminalität

Polizisten finden bei Razzia in Berlin scharfe Munition

Das Blaulicht an einem Polizeiauto leuchtet.

Das Blaulicht an einem Polizeiauto leuchtet.

Foto: dpa

Berlin. Bei Ermittlungen gegen mehrere Verdächtige wegen Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz hat die Polizei gut ein Dutzend Objekte in Berlin durchsucht und zahlreiche Beweismittel sichergestellt. Dazu zählen 111 Schuss scharfe Munition, Schutzwesten, Blanko-Zulassungsbescheinigungen und amtliche Stempel, wie die Polizei am Montag mitteilte. Die Beamten fanden bei der Durchsuchung von Wohnungen, Garagen und Lagerboxen in Neukölln und Spandau auch Bargeld in fünfstelliger Höhe, vier hochwertige Autos, Handys und Einbruchwerkzeuge.

Auslöser des umfangreichen Ermittlungsverfahrens war laut Polizei der Fund einer Vielzahl von Kriegs- und weiterer Schusswaffen bei einer Zwangsräumung im September 2017 in Kreuzberg. Die Ermittler gehen davon aus, dass einige der entdeckten Waffen zu Dekorationsstücken umgearbeitet und nunmehr zum Teil wieder schussfähig gemacht wurden. Nach einem 35-jährigen Tatverdächtigen wird den Angaben zufolge gefahndet. Hinsichtlich eines 31-jährigen Verdächtigen konnte der dringende Verdacht bislang nicht konkretisiert werden. Neue Erkenntnisse erhoffen sich Staatsanwaltschaft und Polizei von der Auswertung der nun sichergestellten Beweismittel.

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