600.000-Euro-Auto

Fahrer des goldenen Lamborghinis: "Mir geht's blendend!"

Sein 600.000 Euro teures Gefährt war sichergestellt worden, weil es zu sehr blendete. Für den Fahrer geht es dabei nur um Neid.

Berlin. Der Fall hatte in der vergangenen Woche in Berlin für viel Aufmerksamkeit gesorgt. Mittlerweile hat sich der vermeintliche Fahrer und Halter eines sichergestellten goldenen Lamborghinis im Internet zu Wort gemeldet. Der 28-Jährige schrieb bei Facebook zur Sicherstellung des Autos: "In Deutschland ist die höchste Form der Anerkennung der Neid. Die Neider sterben wohl, doch niemals der Neid."

Der Lamborghini Aventador (Kosten: 600.000 Euro, 750 PS) war Beamten am Dienstagabend an der Wilhelmstraße in Mitte in der Nähe des Finanzministeriums aufgefallen. Weil das Fahrzeug mit einer nicht zugelassene Spezialeffektfolie überzogen war, wurde es auf ein Privatgelände gebracht. Die Folie glänzte laut Polizei so sehr, dass sie eine Sichtbehinderung für andere Verkehrsteilnehmer darstellte.

Die Beamten monierten außerdem, dass an der Front des Wagens kein Nummernschild angebracht war. Die Einsatzkräfte fanden das Schild im Fußraum des Lamborghinis. Zudem konnte der Fahrer keine ausreichenden Papiere vorweisen. Der 28-Jährige muss nun mit einem Bußgeldverfahren rechnen.

Auf dem öffentlichen Facebook-Profil des vermeintlichen Fahrers sind weitere Anspielungen auf die Sicherstellung des Lamborghinis zu finden. In einem Beitrag heißt es: "In Gold unterwegs". Über ein Video, das den Mann während der Fahrt in dem Sportwagen zeigt, schreibt er: "Wie es mir geht?? Blendend."

Mehr zum Thema:

Zu viel Gold: Polizei stoppt 600.000-Euro-Lamborghini

© Berliner Morgenpost 2018 – Alle Rechte vorbehalten.