Ausflugsziel

Extremer Besucherrückgang auf der Pfaueninsel

Immer weniger Touristen interessieren sich für die Pfaueninsel in der Havel. Die Besucherzahl ist um 25 Prozent gesunken.

Das Schloß auf der Pfaueninsel in Berlin zieht weniger BEsucher an (Archiv)

Das Schloß auf der Pfaueninsel in Berlin zieht weniger BEsucher an (Archiv)

Foto: dpa Picture-Alliance / Tobias Kleinschmidt / picture alliance / dpa

Berlin.  Die Pfaueninsel gehört zu den bekanntesten Ausflugsorten in der Hauptstadt, doch immer weniger Touristen und Berliner wollen das kleine Eiland in der Havel im Südwesten der Stadt sehen. Im Jahr 2017 ging die Besucherzahl im Vergleich zum Vorjahr um 25 Prozent zurück. Kamen 2016 noch 147.000 Gäste, waren es 2017 nur noch 109.000.

Das ist zugleich die niedrigste Besucherzahl seit zehn Jahren. 2007 waren es noch 131.000 Gäste, 2013 sank die Zahl schon einmal auf 114.000 – der bislang niedrigste Wert, der nun noch einmal unterboten wurde. Diese Zahlen gehen aus einer Statistik hervor, die die Senatskulturverwaltung auf Anfrage des FDP-Abgeordneten Marcel Luthe zusammengestellt hat.

Die Pfaueninsel, die seit 1990 auf der Unesco-Weltkulturerbeliste steht, wurde mit ihren Gebäuden 1995 an die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg zur Bewirtschaftung übergeben. Seit 2007 ist sie Eigentum der Stiftung. Frank Kallensee, Pressesprecher der Stiftung, bezeichnet den Rückgang der Besucher im Jahr 2017 als „überproportional“.

Schuld am Besucherrückgang soll das Wetter haben

Dafür verantwortlich machte er vor allem das ungünstige Wetter im vergangenen Jahr. „Zusätzlich hatten Extremwetterlagen dazu geführt, dass Parkanlagen wiederholt geschlossen werden mussten“, sagt Kallensee. Mehrere Unwetter waren 2017 über Deutschland hinweggezogen, allein im Herbst gab es drei schwere Stürme, die große Schäden in Wäldern und Parks hinterlassen hatten.

Aber auch Ausfälle bei der Fähre hätten zu einem Besucherrückgang geführt, so Kallensee. Die Fähren seien ebenfalls im Eigentum der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten. „Einerseits gab es personelle und technische Ausfälle, zum andern wurde noch am neuen Fähranleger gebaut“, sagt der Stiftungssprecher.

Seit fast zehn Jahren sind vom Frühjahr bis Herbst Wasserbüffel auf der Pfaueninsel zu sehen. Die Tiere werden als „Rasenmäher“ eingesetzt. Sie stehen meistens auf den Feuchtwiesen. Einen Termin für den Start der Wasserbüffel-Beweidung in diesem Jahr konnte Kallensee noch nicht nennen.

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