Berliner Hochschulen

Einstein Center freut sich über 55 Digital-Professuren

Acht Professoren wurden berufen, für weitere werden Berufungsverfahren geführt. Ihr Forschungsgebiet ist die digitale Transformation.

Bei der Eröffnung des Einstein Center Digital Future (ECDF) im April 2017 wurde dieser Roboter vorgestellt

Bei der Eröffnung des Einstein Center Digital Future (ECDF) im April 2017 wurde dieser Roboter vorgestellt

Foto: Jörg Carstensen / dpa

Berlin.  Vor einem Jahr wurde das Einstein Center Digital Future (ECDF) eröffnet. Es wird vor allem von der Technischen und der Freien Universität, der Humboldt-Universität, der Universität der Künste sowie der Charité getragen. Die Initiatoren werten das erste Jahr als großen Erfolg. So seien insgesamt 55 neue Professuren für die digitale Transformation an Berliner Hochschulen geschaffen worden. Acht Professoren seien bereits berufen, für 21 würden derzeit Berufungsverfahren geführt, an weitere acht sei ein Ruf ergangen, teilte die TU mit. Die Forschungsgebiete des ECDF umfassten IT-Infrastrukturen, Industrie, Gesundheit und gesellschaftliche Prozesse. Innerhalb von sechs Jahren, der geplanten Laufzeit des Einstein Centers, würden 38,5 Millionen Euro dorthin fließen. Das Geld kommt vom Land Berlin und 25 Stiftern, Unternehmen und Institutionen.

Die bundesweit einmalige Initiative ist Teil der Digitalisierungsstrategie des Landes Berlin. Am ECDF sind neben den Hauptträgern auch die Beuth-Hochschule für Technik, die Hochschule für Technik und Wirtschaft sowie acht namhafte außeruniversitäre Forschungseinrichtungen beteiligt. Den Anstoß für das Center, dessen Sitz das Robert-Koch-Forum an der Wilhelmstraße in Mitte ist, gaben der Regierende Bürgermeister und Wissenschaftssenator Michael Müller (SPD) und TU-Präsident Christian Thomsen. Sie beriefen 2015 den Berliner Kreis zur Digitalisierung ein.

Müller sprach dann auch am Dienstag von einer „beeindruckenden Bilanz“. Das ECDF habe in seinem ersten Jahr eine große Dynamik entfaltet. Die Einrichtung und Besetzung so vieler neuer Professuren werde auch international stark wahrgenommen. Künftig müsse es aber noch besser gelingen, mehr Wissenschaftlerinnen für die Professuren zu gewinnen, mahnte der Regierende Bürgermeister. Ihm sei zudem wichtig, „dass wir die Erkenntnisse aus der Digitalisierungsforschung konsequent für die Bedarfe unserer Stadt nutzen und digitale Technologien für ein smartes und nachhaltiges Berlin einsetzen“.