Feuerwehr-Protest

"Berlin brennt": Feuerwehr-Mahnwache wird fortgesetzt

Wegen schlechter Bedingungen protestieren Feuerwehrleute seit einer Woche am Roten Rathaus. Sie wollen bleiben, bis sich etwas ändert.

Berliner Feuerwehrleute protestieren weiter am Roten Rathaus für bessere Arbeitsbedingungen

Berliner Feuerwehrleute protestieren weiter am Roten Rathaus für bessere Arbeitsbedingungen

Foto: Paul Zinken / ZB

Berlin. Die bereits vor einer Woche von Feuerwehrleuten gestartete Mahnwache „Berlin brennt“ vor dem Roten Rathaus wird weiter fortgesetzt. Seit Montag vergangener Woche läuft der Protest. Rund um die Uhr stehen Feuerwehrleute um eine Feuertonne vor dem Rathaus. Die Aktion war zunächst für sieben Tage geplant. Wie lange die Mahnwache nun fortgesetzt wird, ist offen. "Die Feuerwehrleute erwarten, dass ernsthaft mit ihnen gesprochen wird", sagte Verdi-Sprecher Andreas Splanemann. Solange gehe die Aktion weiter. „Die Feuerwehrleute sind wild entschlossen“, sagte Splanemann.

Die Aktion war von der Gewerkschaft Verdi, der Deutschen Feuerwehr-Gewerkschaft (DFeuG) Berlin-Brandenburg sowie der Gewerkschaft der Polizei (GdP) organisiert worden. Ziel ist, auf Probleme bei der Berliner Feuerwehr aufmerksam zu machen. Feuerwehrleute protestieren dort gegen die schlechten Arbeitsbedingungen. Zu wenig Personal, unzureichendes Material, schlechte Arbeitsbedingungen und eine vergleichsweise niedrige Besoldung sorgen dafür, dass es unter den Berliner Feuerwehrleuten brodelt.

Ausnahmezustand Rettungsdienst

Das Ende der Mahnwache ist offen

Auslöser der aktuellen Debatte sind die vielen Ausnahmezustände im Rettungsdienst. Die haben viele Gründe: die Grippewelle, die Zahl der Anrufer, der hohe Krankenstand bei der Feuerwehr, ein neues 12-Stunden-Schichtsystem, in dem es keine Überstunden mehr geben soll, sowie die nach wie vor dünne Personaldecke.

Am Mittwoch vergangener Woche hatte Innensenator Andreas Geisel (SPD) meinsam mit dem ständigen Vertreter des Landesbranddirektors, Karsten Göwecke, die Feuerwehrmahnwache besucht. "Die neuen Stellen und Fahrzeuge sind der erste Schritt. Wir müssen etwas tun. Und wir tun etwas“, sagte Geisel vor Ort.

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