Ostern 2018

33 gute Gründe, sich auf Ostern zu freuen

Ostern ist immer schön. Doch es gibt viele gute Gründe, warum es dieses Jahr noch besser ist.

Eier zu suchen gehört zu den schönsten Dingen an Ostern (Archiv)

Eier zu suchen gehört zu den schönsten Dingen an Ostern (Archiv)

Foto: arifoto UG / dpa

Berlin. Hoffentlich hoppelt der Osterhase nicht davon angesichts des Wetters. Aber wenigstens Ostermontag dürfen die Berliner auf Sonne hoffen. Aber dann? Wir machen wie immer das Beste daraus. Ist doch klar. Und damit die Laune trotz Regens und möglicherweise sogar Schnees gut bleibt, haben sich die Mitarbeiter der Redaktion überlegt, warum man sich auf die Feiertage freuen sollte. Den Schmunzelfaktor bitte nicht übersehen.

Dieses Ostern wird das beste aller Zeiten,

1. weil Ostersonntag in diesem Jahr auf den 1. April fällt. Freuen wir uns also nicht nur auf Eier, Schokolade und einen leckeren Braten, sondern auch auf witzige Gags;

2. weil es beim Baden im Strandbad Wannsee – Wassertemperatur sechs Grad – garantiert nicht zu voll wird;

3. weil erst eine Woche der Schulferien vorbei ist;

4. weil nach langer Diskussion über Wölfe endlich mal die Verfolgten der Wölfe im Fokus stehen: die mit den langen Ohren;

5. weil ohne Sonnenschein vergessene Schokoeier auch am nächsten Tag noch nicht geschmolzen sind;

6. weil das Osterdatum in diesem Jahr ein echtes Highlight für alle Abergläubischen und Verschwörungstheoretiker ist: 1 + 4 + 2 + 0 + 1 + 8 = 16. Und was macht 1 + 6? Richtig: Sieben! Für viele Menschen eine absolute Glückszahl. Das kann ja nur gut werden;

7. weil es wegen des eisigen Winters in diesem Jahr keinen Beelitzer Spargel zu Ostern gibt. Endlich ist mal wieder Kreativität in der Küche gefragt;

8. weil die Eier in diesem Jahr wegen des Fipronil-Skandals 2017 teurer sind. Perfekt! So wird der Cholesterinspiegel geschont;

9. weil der Frühling noch auf sich warten lässt. Auf diese Weise können sich die Ostereier mal nicht zwischen grünen Blättern verstecken;

10. weil wir eine missglückte Feier immer noch als schlechten Aprilscherz abtun können;

11. weil es nach Auskunft von Biologen mittlerweile sogar in der Innenstadt von Berlin nicht nur die allgegenwärtigen Kaninchen gibt, sondern sogar eine „vitale städtische Hasenpopulation“;

12. weil man endlich mal Eierlikör trinken kann, ohne fragende Blicke oder freche Sprüche vom Partner oder von Freunden zu riskieren;

13. weil man ohne schlechtes Gewissen das Osterspecial von Aseli bestellen kann: mehr als 2,5 Kilogramm bunter, süßer Figuren aus Schaumzucker, von Mäusen bis zu Osterhasen;

14. weil in diesen Tagen daran erinnert wird, dass das Vorbild des Osterhasen, der Feldhase (Lepus europaeus), auf der Roten Liste gefährdeter Art steht und dort bundesweit als gefährdet eingestuft wird, mit einem negativen Entwicklungstrend;

15. weil man die anderen beim Ostereiersuchen stundenlang weitersuchen lassen kann („doch, doch, da ist noch was versteckt“), bis man sie endlich mit einem schadenfrohen Ruf erlöst: „April, April“;

16. weil endlich mal die Zeit für einen langen Osterspaziergang reicht – notfalls auch im Regenanzug;


17. und weil man nach dem Spaziergang in der Kälte froh ist, endlich wieder zu Hause im Warmen sein zu dürfen. So bleibt viel Zeit fürs Sofa und die vielen noch ungelesenen Bücher;

18. weil alle Veganer in der Familie verreist sind und nicht beim Osterbrunch mit Schinken und Salami nerven;

19. weil man Schokoladeneis mit Eierlikör essen kann, ohne dass alle gleich loskreischen: „Wie spießig“;

20. weil nun der Schoko-Weihnachtsmann vom letzten Fest den Kühlschrank verlassen darf und so Platz für den Schoko-Osterhasen macht. Hoffentlich muss Hasi nicht auch so lange im Dunkeln und Kalten ausharren;

21. weil ich in diesem Jahr nicht verreise und deshalb nicht im Stau stehen werde;

22. weil es keinen besseren Tag als den Karfreitag gab, um sich mal wieder den Monty-Python-Film „Das Leben des Brian“ anzuschauen. Zwar gab es den im Fernsehen am Freitag nicht, aber es gibt ja schließlich DVD und Streamingdienste;

23. weil es Ostern nur noch wenige Tage sind, bis der Theatertreffen-Kartenvorverkauf für Frank Castorfs legendäre „Faust“-Inszenierung startet. Inklusive Osterspaziergang! Den hat der Regisseur – überraschenderweise – nicht gestrichen;

24. weil es in den Biergärten und Straßencafés wohl nicht voll werden wird, ein Platz ist da selbst bei Sonnenschein sicher. Aber keinesfalls sollte man den Wintermantel vergessen;

25. weil dieses Mal bei Allergikern die Nase frei bleibt, noch befinden sich die meisten Pflanzen in einer Art Kältestarre. Am Dienstag wird es aber wieder warm, dann fliegen die Pollen wieder;

26. weil man ohne schlechtes Gewissen lästige Pflichten verschieben darf: Für Reifenwechsel oder Fensterputz ist es noch viel zu kalt, für den Start in die Laufsaison fehlen ebenfalls noch ein paar Grad, und der Balkon darf auch noch unbepflanzt bleiben;

27. weil die Vorfreude auf die Eisdielen erhalten bleibt. Wäre doch schade, wenn dieser Höhepunkt des Frühjahrs tatsächlich schon abgehakt wäre;

28. weil aus dem Sonnenbad zu Ostern nichts wird. UV-Strahlen sind ja ohnehin nicht gesund. So schaffen es die Berliner vielleicht sogar, noch blasser auszusehen als die Japaner, für die Blässe ein Statussymbol ist;

29. weil wir mit dem Kinofilm „Peter Hase“ endlich den Beweis haben: Ja, es gibt den Osterhasen;

30. weil Parkplätze schneller zu finden sind als Eier, denn viel mehr Berliner als sonst sind vor dem schlechten Wetter ins Warme geflüchtet;

31. weil wir endlich eine Regierung haben und uns deshalb entspannen können;

32. weil man sich erstmals seit Weihnachten wieder ohne Scham am Kitsch erfreuen kann: Zwei-Meter-Ostereier am Breitscheidplatz, umhäkelte Eier auf dem Alexanderplatz;

33. weil jeder neue Tag ohnehin der beste überhaupt ist.

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