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14 Dinge, an denen sie den Frühling in Berlin erkennen

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Die Temperaturen steigen, die Tage sind länger, und die Sonne lockt ins Freie: 14 Dinge, woran Sie den Frühling in der Stadt erkennen.

Mehr Tageslicht

In der Nacht zum 25. März wurde auf Sommerzeit umgestellt. Durch die länger werdenden Tage sinkt die Konzentration des Schlafhormons Melatonin im Körper. Das macht uns wacher.

Trällernde Weckrufe

Da die Paarungszeit beginnt, singen in der Stadt vor allem die Spatzen, Amseln, Kohlmeisen und Stare wieder die schönsten Lieder. Damit beginnen sie oft schon vor Sonnenaufgang. Übrigens singen die Männchen, um ihr Revier zu markieren und Weibchen anzulocken. Auch die Zugvögel kehren zurück und bauen Nester. Weißstörche beispielsweise sind Frühjahrsboten und bauen ihre Nester in Malchow, Wartenberg und Blankenfelde.

Flitzende Füße

25 Prozent der Deutschen joggen regelmäßig. Spaziert man im Frühling durch die Berliner Grünanlagen, hat man das Gefühl, dass mindestens die Hälfte der Bewohner sich immer wieder die Laufschuhe anzieht, um sich fit für den Sommer zu machen.

Turtelnde Täubchen

Im Frühling scheint die Flirtbereitschaft besonders hoch zu sein. An jeder Bushaltestelle wartet wieder ein knutschendes Pärchen. Wenn die Natur aus dem Winterschlaf erwacht, kommen auch bei uns Menschen Frühlingsgefühle auf. Nicht nur optische Reize, wie helle und kräftige Farben und der Duft von Gras und Erde, heben die Laune. Vor allem das Sonnenlicht übt eine starke Wirkung auf unser Befinden aus.

Sprudelnde Springbrunnen

Rund 300 öffentliche Brunnen, Planschen und Fontänen gibt es in Berlin. Nach der Winterpause nehmen diese nun wieder ihren Betrieb auf. Zu den ersten gehört der Neptunbrunnen in Mitte, der ab dem 29. März wieder sprudeln soll. Die restlichen Brunnen, die hauptsächlich von Ströer und der Wall AG betrieben werden, folgen im April.

Blühende Balkone

57 Prozent der Deutschen haben einen Balkon. Schon um das Jahr 1900 war Berlin die „Balkon-Hauptstadt“ Europas. Der Frühling ist die Zeit, in der die Balkonkästen und Töpfe neu bepflanzt werden. Dabei stehen laut einer Umfrage vor allem Geranien, Petunien, Männertreu und Lavendel hoch im Kurs.

Rappelvolle Baumärkte

51 Baumärkte in der Stadt sind nun wieder verstärkt Anlaufpunkt der Heimwerker und Bastler. Sie nutzen die steigenden Termperaturen, um endlich ihre Projekte zu beginnen, fortzusetzen oder zu beenden. Laut Statistik stehen insgesamt 477.000 Quadratmeter Verkaufsfläche zur Verfügung und auf einen Baumarkt kommen 67.000 Berliner.

Volle Kanne

Mehr als 70 Biergärten und unzählige Straßencafés haben wieder ihre Sitzmöbel aufgestellt und bieten den nach Frischluft lechzenden Berlinern die Möglichkeit, bis in die Nacht die Probleme der Welt zu erörtern und das eine oder andere Glas zu sich zu nehmen.

Frischluftfanatiker im Park

2500 öffentliche Parks und Gärten gibt es in der Hauptstadt. 14,5 Prozent der gesamten Stadtfläche sind Grün- und Erholungsflächen. Jetzt machen lange Spaziergänge durch den Tiergarten oder die Gärten der Welt endlich wieder Spaß. Trotz der vielen Flächen sind die Berliner unterversorgt mit Grün. 22 Prozent von ihnen haben keine öffentliche Grünanlage zur Verfügung.

Schlangestehende Schlecker

Die ersten warmen Sonnenstrahlen treiben den Berliner immer zu seiner lokalen Eisdiele. Nachdem dort im Winter Suppen, Bagels oder anderes verkauft wurden, heißt es jetzt wieder Extraschichten bis zum Sonnenuntergang. Lieblingssorten sind noch immer Schokolade, Vanille, Haselnuss, Stracciatella oder Erdbeere. Das Eis des Jahres 2018 ist laut Uniteis übrigens die Sorte German Black Forest (inspiriert von der Schwarzwälder Kirschtorte).

Sprießende Knospen

Circa 1.000.000 Bäume stehen im Stadtgebiet. Als erste zeigen Silberahorn, Haselnuss und Erle ihre Blüten (Februar/März). Dann folgen die Kirschen und Zierkirschen.

Radlerschwärme

Nach dem milden Winter steigen die Berliner dieses Jahr besonders früh von der Bahn oder dem Auto aufs Fahrrad um und bilden dann wieder beeindruckende Kolonnen. 15 Prozent der Bewohner sind hauptsächlich mit dem Rad unterwegs. Ein Blick auf die Zählung der Fahrradverkehrsmesspunkte zeigt, dass sich die Radfahrerzahlen von Februar bis April monatlich fast verdoppeln.

Emsige Kleingärtner

Auf 73.000 Parzellen sind die Berliner mit dem grünen Daumen nun wieder dabei, die Beete neu anzulegen und die ersten Pflänzchen auszusetzen. Begegnen könnten sie dabei den hungrigen Igeln, die nach dem Winterschlaf 30 Prozent ihres Körpergewichts verloren haben.

Fledermäuse on Tour

10.000 Fledermäuse verlassen nun die Zitadelle Spandau und 31 Winterquartiere in Berlin und besiedeln wieder die Hausdächer in der Stadt und dem Umland.

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( BM )