Wohnungen und WG-Zimmer

In Berlin steigen die Mietpreise für Studenten am stärksten

Fast 190.000 Studenten gibt es in Berlin. Doch die Chancen, ein günstiges WG-Zimmer zu finden, werden laut einer Studie immer geringer.

Kann man sich noch die Mieten in Berlin leisten?

Die Mieten in Berlin steigen immer schneller. Im Schnitt zahlen die Berliner dieses Jahr 55 Cent mehr pro Quadratmeter als 2015.

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Berlin. „Du bist verrückt mein Kind, du musst nach Berlin!“, heißt ein Chanson, der gemeinhin dem Komponisten Franz von Suppé zugeschrieben und dessen Titel mittlerweile gerne auf Postkarten gedruckt wird. Dem Ruf der Hauptstadt folgen auch immer mehr Studenten. 187.107 Studierende hatten sich im vergangenen Semester an den Berliner Hochschulen eingeschrieben, 3,8 Prozent mehr als im Vorjahr, wie die Zahlen des Statistischen Bundesamts belegen.

Die steigende Zahl angehender Akademiker verschärft allerdings auch die Konkurrenz auf dem Wohnungsmarkt. WG-Zimmer und Studentenwohnungen in Berlin werden laut einer Mietpreisanalyse des Portals wg-suche.de immer teurer. Im Vergleich zu ebenfalls angesagten Großstädten wie München, Frankfurt und Stuttgart lebt es sich als Student zwar noch vergleichsweise günstig, doch in keiner der 160 von wg-suche ausgewerteten Universitätsstädte zogen die Preise für Wohnraum in den vergangenen Jahren so stark an wie in Berlin.

Durchschnittlich 363 Euro muss ein Student oder eine Studentin aktuell für ein WG-Zimmer zahlen, für eine Single-Wohnung von etwa 30 Quadratmetern fällt sogar eine Warmmiete von 438 Euro an. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Mietpreise hier um sechs Prozent gestiegen, im Vergleich zu 2011 sogar um 39 Prozent. Das ist der mit Abstand größte Preisanstieg in allen 160 deutschen Städten mit einer Hochschule.

Laut der Studie liegt Berlin bei den Mietpreisen für Studierende mittlerweile im oberen Mittelfeld. Am teuersten leben Studenten wie gehabt in München. In der bayerischen Landeshauptstadt werden 616 Euro für ein WG-Zimmer und 785 Euro für eine kleine Wohnung fällig. Auf Platz zwei folgt Stuttgart (485 Euro für ein WG-Zimmer) vor Frankfurt (474 Euro) und Freiburg (438 Euro).

Wer es günstiger haben möchte, sollte den Blick gen Osten richten. Preiswert wohnen Studenten beispielsweise in Magdeburg (241 Euro für ein Zimmer), Cottbus (230 Euro) und Chemnitz (212 Euro). In der sächsischen Stadt mit angesehener Technischer Universität ist sogar noch die Einraumwohnung erschwinglich. Die kostet im Schnitt nur 264 Euro.

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