Langstreckenflüge

CDU-Politiker will Airlines mit Geld nach Berlin locken

Nach der Air-Berlin-Pleite ist die Zahl der Langstreckenflüge in Berlin gesunken. Das soll laut Christian Gräff anders werden.

Eine Boeing 747-8 fährt über das Rollfeld des Flughafens Tegel

Eine Boeing 747-8 fährt über das Rollfeld des Flughafens Tegel

Foto: Britta Pedersen / dpa

Berlin.  Nach der Pleite der Fluggesellschaft Air Berlin und der deutlich gesunkenen Zahl der Langstreckenflüge ab Tegel will der wirtschaftspolitische Sprecher der CDU im Berliner Abgeordnetenhaus, Christian Gräff, ausländische Airlines mit Geld in die Hauptstadt locken. „Berlin muss Gespräche mit internationalen Fluggesellschaften aufnehmen und diese wesentlich stärker finanziell unterstützen“, sagte Gräff der Berliner Morgenpost.

Der letzte Air Berlin-Flug
Der letzte Air Berlin-Flug

Er brachte etwa reduzierte Landegebühren oder kostenlose Übernachtungen für die Crews ins Spiel, sollten Gesellschaften ab Berlin eine Langstrecken-Verbindung aufnehmen. Um die Ausgaben zu finanzieren, plädierte Gräff für einen Fonds, in den das Land wie auch Hotels und Gewerbetreibende einzahlen. „Wir brauchen unbedingt wieder interkontinentale Verbindungen nach Berlin. Geschieht dies nicht, ist das wirtschaftliche Wachstum der Stadt gefährdet“, sagte der Politiker.

Zuletzt hatte Deutschlands größte Fluggesellschaft Lufthansa angekündigt, die Verbindung Tegel-New York im Sommerflugplan nicht weiter bedienen zu wollen. Die Entscheidung hatte in Berlin für Kritik gesorgt. Auch Berlins Tourismus-Chef Burkhard Kieker hatte finanzielle Zuwendungen für Airlines angeregt. In München etwa seien Fluggesellschaften jahrelang durch Treibstoffzuschläge unterstützt worden. „Ich kann mir gut vorstellen, dass wir in Berlin kluge, EU-konforme Ideen entwickeln. Es geht nur über Anreize, hier arbeiten wir eng mit dem Flughafen zusammen“, sagte Tourismus-Experte Kieker.

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