Protest in Berlin

"Berlin brennt": Feuerwehr will Mahnwache abhalten

Ausnahmezustand Rettungsdienst

Ausnahmezustand Rettungsdienst

Die Sanitäter der Berliner Feuerwehr sind komplett überlastet - auch weil sie zu oft bei Kleinigkeiten ausrücken müssen.

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Unter dem Motto "Berlin brennt" soll eine Woche lang vor dem Roten Rathaus protestiert werden.

Berlin. Die Gewerkschaft der Feuerwehr will ab Montag für eine Woche ununterbrochen eine Mahnwache vor dem Roten Rathaus abhalten. Die Veranstaltung wird organisiert von der Gewerkschaft Verdi und von der Deutschen Feuerwehr-Gewerkschaft (DFeuG) Berlin-Brandenburg.

Die Mahnwache wird unter dem Motto "Berlin brennt" veranstaltet. Die Forderungen der Initiatoren lauten:

  • Absenkung der Wochenarbeitszeit
  • Auszahlung der geleisteten Überstunden
  • Beförderungssituation verbessern
  • Bessere Eingruppierung der Tarifbeschäftigten

In einem weiteren Aufruf der Gewerkschaft der Polizei (Bezirksgruppe Feuerwehr) heißt es: "Nach zehn Jahren Sparpolitik des Berliner Senats ist die Berliner Feuerwehr kaputt gespart worden."

Einsatzkräfte der Berliner Feuerwehr arbeiten seit Wochen an der Belastungsgrenze. Kaum ein Tag vergeht, an dem nicht der "Ausnahmezustand Rettungsdienst" ausgerufen wird, weil zu viele Notrufe in der Leitstelle der Feuerwehr landen.

Verursacht werden die Ausnahmezustände durch die Grippewelle und dem hohen Krankenstand der Einsatzkräfte, einem neuen 12-Stunden-Schichtsystem und der nach wie vor dünnen Personaldecke.

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( BM )