Handel

FDP fordert vom Senat Verhandlungen über Großmarkt-Konzept

Ein Händler packt auf dem Berliner Großmarkt Rosen zusammen.

Ein Händler packt auf dem Berliner Großmarkt Rosen zusammen.

Foto: dpa

Berlin. Die Berliner FDP hat den rot-rot-grünen Senat zu ernsthaften Verhandlungen über das Zukunftskonzept der Händler am Berliner Großmarkt aufgefordert. "Die überraschende Ablehnung durch den Senat ist völlig unverständlich und empörend", sagte der wirtschaftspolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Florian Swyter, der Deutschen Presse-Agentur. "Es ist überhaupt nicht nachvollziehbar, wie der Senat zu seiner Ablehnung gekommen ist, ohne je mit der Interessengemeinschaft Frischecluster über dieses Konzept gesprochen zu haben." So dürfe man mit den Händlern des Großmarktes in der Beusselstraße nicht umgehen.

Die Anbieter und Lieferanten von Obst, Gemüse, Fleisch, Blumen, Fisch, Meeresfrüchten und Molkereiwaren hatten sich zusammengetan, um ein Erbbaurecht für das Areal zu erwerben. Sie wollen so neue Gebäude errichten und Strukturen verbessern. Die Senatswirtschaftsverwaltung habe dies am Montag in einem Ausschuss des Abgeordnetenhauses abgelehnt, hatte die Interessengemeinschaft Frischecluster jüngst mitgeteilt. Man habe darüber aus der Presse erfahren.

Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) erklärte, die Interessengemeinschaft habe mit ihrem Konzept eine wichtige Debatte angestoßen. Der Großmarkt habe großen Modernisierungsbedarf und müsse fit gemacht werden für die Zukunft. Dies will das Land nun in Eigenregie bewerkstelligen.

Die FDP will es dabei nicht bewenden lassen und brachte für die Sitzung des Abgeordnetenhauses am Donnerstag einen Dringlichkeitsantrag ein. Dort wird der Senat zu "ergebnisoffenen" Verhandlungen mit den Großmarkthändlern aufgefordert.

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