Biesdorf

Mehr als 200 Polizisten überwachen Hells Angels-Geburtstag

Am Sonnabend feiert der Rockerklub Hells Angels 70. Geburtstag. Die Polizei überwacht die Feier in Berlin mit über 200 Beamten.

Am Sonnabend versammeln sich in Biesdorf Rocker der Hells-Angels, um den 70. Geburtstag des Klubs zu feiern (Archiv)

Am Sonnabend versammeln sich in Biesdorf Rocker der Hells-Angels, um den 70. Geburtstag des Klubs zu feiern (Archiv)

Foto: Getty Images / Gallo Images/Getty Images

Berlin. Am Sonnabend vor 70 Jahren wurde der Rocker-Klub Hells Angels im kalifornischen San Bernardino County gegründet. Auch für die deutschen Rocker ist das ein Grund zu feiern. Im Klubhaus in Biesdorf soll daher am Samstagabend der runde Geburtstag begangen werden. Die Veranstalter rechnen mit 1000 Besuchern aus ganz Europa, die Polizei geht von „mehreren Hundert" aus.

Vorsorglich wird daher auch die Polizei als ungeladener Gast mit über 200 Polizisten am Klubheim anwesend sein, teilte ein Polizeisprecher mit. Vorsorglich würden die Beamten jeden der Besucher beim Eintreffen am Veranstaltungsgelände an der Weißenhöher Straße kontrollieren.

Sobald der Besucherstrom zunehme, sei daher mit massiven Verkehrsbehinderungen auf den Zufahrstraßen zu rechnen, sagt ein Polizeisprecher. Verkehrsbehinderungen erwartet die Polizei am Sonnabend in ganz Alt-Biesdorf.

Hells Angels in schwere Straftaten verwickelt

In Deutschland wurde der erste Ableger der Hells Angels 1973 in Hamburg-St. Pauli gegründet. Die Gruppen sind immer wieder mit schweren Straftaten auch aus dem Bereich organisierte Kriminalität aufgefallen. Seit den Achtziger Jahren sind daher über ein Dutzend Klubs von den Innenministern in Bund und Ländern verboten worden. Nach dem Vereinsrecht. Der Nachweis, dass die Gruppen pauschal Ausdruck organisierter Kriminalität sind, ist jedoch bis heute nicht gerichtsfest gelungen.

Derzeit liegen die Hells Angels mit dem deutschen Staat vor dem Bundesverfassungsgericht im Clinch. Sie wollen das seit 2017 geltende Verbot kippen, das ihnen das Tragen des Totenkopfes, das Vereins-Symbol, auf ihren Kutten untersagt.

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