1,168 Milliarden Euro

So verteilt Berlin den Milliarden-Überschuss

Kliniken, S-Bahnen, Grundstücke: In diese Projekte fließen die Rekord-Mehreinnahmen der Hauptstadt.

Berlin hatte 2017 insgesamt einen Überschuss von 2,17 Milliarden Euro erwirtschaftet. Das war so viel wie noch nie in der Geschichte. Fast die Hälfte des Geldes fließt in den Schuldenabbau

Berlin hatte 2017 insgesamt einen Überschuss von 2,17 Milliarden Euro erwirtschaftet. Das war so viel wie noch nie in der Geschichte. Fast die Hälfte des Geldes fließt in den Schuldenabbau

Foto: Getty Images

Berlin hat im vergangenen Jahr deutlich mehr Geld eingenommen als ausgegeben - nun fließt ein Teil des Überschusses in Investitionen für die Stadt. Der Hauptausschuss im Abgeordnetenhaus habe entsprechende Projekte für rund 1,168 Milliarden Euro genehmigt, teilte die Senatsfinanzverwaltung am Mittwoch mit.

Das Geld soll unter anderem für Krankenhäuser und die Sanierung der Gebäude des ehemaligen Flughafens Tempelhof ausgegeben werden. Der Senat will mit 110 Millionen Euro auch einen Ansparfonds für die Beschaffung von S-Bahnen anlegen. In den Bezirken sollen rund 190 Millionen Euro etwa für Kitas eingesetzt werden.

Finanzsenator Matthias Kollatz-Ahnen (SPD) hatte sich zudem gewünscht, dass Berlin mehr Rücklagen bildet, um Grundstücke kaufen zu können. Weil nach wie vor viele Menschen in die Hauptstadt ziehen, werden Flächen zum Beispiel für den Bau neuer Schulen gebraucht. Dafür sind nun 150 Millionen Euro eingeplant.

Berlin hatte 2017 insgesamt einen Überschuss von 2,17 Milliarden Euro erwirtschaftet. Das war so viel wie noch nie in der Geschichte. Fast die Hälfte des Geldes fließt in den Schuldenabbau. Der Rest geht laut Gesetz in den Investitionsfonds Siwana - aus diesem „Sondervermögen Infrastruktur der wachsenden Stadt und Nachhaltigkeit“ werden nun die ausgesuchten Vorhaben finanziert.

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