Tarifstreit

Warnstreik bei Berliner Bädern: Verdi warnt vor Schließungen

Etwa 100 Beschäftige wollen sich an dem Ausstand am Donnerstag beteiligen. Badegäste müssen mit Einschränkungen rechnen.

Das Stadtbad Neukölln

Das Stadtbad Neukölln

Foto: Elke A. Jung-Wolff

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat die Beschäftigten der Berliner Bäderbetriebe am Donnerstag zu einem Warnstreik aufgerufen. Die Mitarbeiter sollen ihre Arbeit in der Zeit von 6.30 bis etwa 13 Uhr niederlegen. Badegäste müssen mit Einschränkungen und Bäderschließungen in den Morgenstunden rechnen, wie Verdi mitteilte. Voraussichtlich 100 Mitarbeiter würden sich an dem Warnstreik beteiligen, wie es weiter hieß. Vor dem Kombibad Seestraße in Wedding soll in der Zeit von 8 bis 9 Uhr eine Demonstration stattfinden.

„Wir gehen davon aus, dass es zu großen Auswirkungen kommen wird“, sagte ein Sprecher der Bäderbetriebe am Abend. Das werde vor allem das Schulschwimmen morgens beteffen. Er rate alle Gästen, sich vorab mit einem Anruf im Schwimmbad zu informieren, ob geöffnet ist. „Wir versuchen auch, es auf der Website aktuell zu halten.“

Laut Verdi gilt bei den Berliner Bäderbetrieben der Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes (TVöD), über den derzeit bei der bundesweiten Tarifrunde Bund/Kommunen verhandelt werde. Die Gewerkschaft fordert in den Verhandlungen eine Erhöhung der Entgelte um 6 Prozent, mindestens jedoch 200 Euro monatlich. Für die Auszubildenden, Praktikantinnen und Praktikanten wird eine Erhöhung der Entgelte um 100 Euro monatlich gefordert.

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