Schwere Vorwürfe

Chef der Berliner Jugendfeuerwehr tritt zurück

Dem Leiter der Landesjugendfeuerwehr wird Kindesmissbrauch vorgeworfen. In einem Bericht weist er die Anschuldigungen zurück.

Ein Berliner Feuerwehrmann im Einsatz (Archivbild)

Ein Berliner Feuerwehrmann im Einsatz (Archivbild)

Foto: pa

Berlin. Der Leiter der Berliner Jugendfeuerwehr ist am vergangenen Sonnabend von seinem Amt zurückgetreten. Das teilte die Berliner Feuerwehr in einer Presseerklärung mit. Hintergrund des Rücktritts sind Anschuldigungen gegen den 62-Jährigen: Reinhard W. soll sich an Kindern vergangenen haben. Wie und ob der sexuelle Missbrauch stattgefunden hat, ist Gegenstand der Ermittlungen. W. wies die Vorwürfe in einem Bericht der "B.Z." zurück. Nach Informationen der Berliner Morgenpost hatte W. selber die Behördenleitung über die Anschuldigungen informiert. Eine Anzeige wurde von Amtswegen erstattet.

In der Pressemitteilung der Berliner Feuerwehr wird auf die Rücktrittsgründe nicht im Detail eingegangen. Dort heißt es: "Die für den Rücktritt aufgeführten Gründe und zudem weitere Hinweise von Verantwortungsträgern der Freiwilligen Feuerwehr deuten auf ein mögliches strafbares Fehlverhalten mit Bezug zu seiner Tätigkeit als Jugendfeuerwehrwart hin."

Die Behördenleitung nehme diese Vorwürfe sehr ernst und prüfe weitere Schritte. "Weitere Spekulationen über die Vorfälle verbieten sich, solange die Hintergründe nicht restlos geklärt sind", schreibt die Feuerwehr weiter. Da W. auch hauptberuflich bei der Berliner Feuerwehr tätig sei, sei ein Verbot der Dienstausübung veranlasst worden. Polizei und Staatsanwaltschaft äußerten sich zunächst nicht zu dem Fall.

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