Berlin

18.000 Menschen unterschreiben für Siemens-Standort

Mitarbeiter des Dynamowerkes von Siemens in Spandau haben eine Online-Petition gestartet, um zu verhindern, dass ihr Werk geschlossen wird. 18.000 Menschen haben mittlerweile unterzeichnet. Auch zahlreiche Berliner Politiker unterstützen die Forderungen der Siemensianer – darunter 25 Mitglieder des Abgeordnetenhauses und neun Berliner Bundestagsabgeordnete. Hintergrund ist, dass der deutsche Technologiekonzern Siemens im vergangenen November angekündigt hatte, die gesamte Fertigung des Dynamowerkes in Spandau dichtzumachen. 570 Stellen sollen dort wegfallen, 300 weitere am Standort Moabit. In der Petition fordern Betriebsrat und Mitarbeiter, das Spandauer Werk zu erhalten. Sie kritisieren, dass die Fertigung trotz eines Rekordgewinns von etwa 6,3 Milliarden Euro geschlossen werde und nur etwa 150 Büroarbeitsplätze übrig blieben. Das sei eine „schwerwiegende gesellschaftliche und unternehmerische Fehlentscheidung“, heißt es. Vorteil des Werkes sei die wissenschaftliche Nähe zu 17 Hochschulen in Berlin und Umgebung. Die Siemensianer fürchten nicht nur um ihre Jobs, sondern auch einen verheerenden Anstieg der Arbeitslosigkeit im Bezirk Spandau, wo bereits 10,4 Prozent der Menschen keinen Arbeitsplatz haben.