Unwetterwarnung

Berliner Feuerwehr fährt wegen Glätte 250 Einsätze

Blitzeis und spiegelglatte Straßen in Berlin: Bis 12 Uhr gab es 250 Einsätze. Der Ausnahmezustand wurde um 13 Uhr aufgehoben.

Glätte in Berlin

Glätte in Berlin

Foto: picture alliance / dpa

Berlin. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat am frühen Morgen für Berlin und Brandenburg eine Glatteis-Warnung veröffentlicht. Es könnte durch überfrierende Nässe gefährlich glatt werden. Erhebliche Behinderungen im Straßen- Schienenverkehr könnten die Folge sein, hieß es weiter. Der DWD teilte mit: "Vermeiden Sie Autofahrten! Bleiben Sie im Haus!" Gegen 9 Uhr wurde die Warnung wieder aufgehoben.

Die Berliner Feuerwehr zählte am Montagmorgen bis 12 Uhr über 250 wetterbedingte Einsätze. In den meisten Fällen mussten Menschen behandelt werden, die gestürzt waren. Der "Ausnahmezustand Rettungsdienst" wurde ausgerufen. Die Rettungswagen waren am Vormittag ausgelastet. Die Feuerwehr setzte deshalb auch Lösch- und Drehleiterfahrzeuge ein. Diese konnten aber aufgrund der Glätte nicht in allen Fällen schnell an den Einsatzort kommen. Die Feuerwehr bat alle Verkehrsteilnehmer, vorsichtig zu fahren. Seit 13 Uhr ist der Ausnahmezustand beendet.

Auch im Umland verlief der Start in die neue Woche äußert rutschig. Am Montagvormittag zählte die Polizei Brandenburg 85 Verkehrsunfälle infolge der Glätte. Zwölf Personen wurden dabei verletzt. Besonders der Westen des Landes war betroffen. Norden und Osten dagegen blieben von wetterbedingten Unfällen nahezu verschont. Die Autofahrer fuhren hier in der Regel vorschriftsmäßig, sagte Toralf Reinhardt, Sprecher der Polizeidirektion Nord.

Der Winterdienst der BSR war am Morgen mit 190 Streufahrzeugen unterwegs, die auf den Hauptverkehrsstraßen und den Radstreifen Feuchtsalz gegen die Glätte einsetzten. Überwege und Brücken wurden mit Splitt gestreut. Die Stadtreinigung wies darauf hin, dass für das Streuen der Gehwege die Anlieger zuständig seien.

Im Unfallkrankenhaus Berlin herrschte am Montagvormittag Hochbetrieb. "Die Ärzte, Krankenschwestern und Pfleger haben seit 7 Uhr aufgrund des Glatteises mehr als 20 verletzte Personen medizinisch versorgt und betreut und es werden stündlich mehr“, sagte UKB-Sprecherin Angela Kijewski. Bei den Verletzungen handele es sich überwiegend um Gesichtsfrakturen, Knochenbrüche und Kopfplatzwunden. In den Rettungsstellen der DRK-Kliniken gebe es aktuell lange Wartezeiten, da viele Operationen erforderlich seien, teilte eine Sprecherin auf Nachfrage mit.

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