Kältehilfe

Morgenpost-Leser spenden 50.000 Euro für Obdachlosenhilfe

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Kalt in Berlin - die Nachtreportage im Video

Nachtreportage - Kalt in Berlin

Berlins Obdachlose leiden unter der bitteren Kälte. So verbrachten Betroffene und Helfer die Nacht.

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Berliner helfen e.V., der Verein der Berliner Morgenpost, unterstützt die Kältehilfe der Hauptstadt.

Berliner helfen e.V., der Verein der Berliner Morgenpost, wird die Kältehilfe der Stadt mit 50.000 Euro aus Leserspenden unterstützen. „Wir wollen nicht nur über die Not der Menschen auf der Straße berichten, sondern auch etwas dagegen tun“, sagt Chefredakteur Carsten Erdmann, Vorsitzender von Berliner helfen e.V.

Die Morgenpost hatte in der Nacht zu Mittwoch zwölf Stunden lang dokumentiert, wie Menschen ohne Zuhause unter der Kälte in Berlin leiden. Auf Twitter wurde über die Nacht mit dem Hashtag KaltinBerlin berichtet.

Lesen Sie hier die Reportage 12 Stunden Berlin: Nachts auf der Straße bei –12 Grad

10.000 Euro erhält die Berliner Stadtmission für den Betrieb der beiden Kältebusse und die Versorgung der Obdachlosen in der Bahnhofsmission am Zoo.

Ebenfalls 10.000 Euro gehen an das DRK Berlin für den Betrieb des Wärmebusses, der wie der Kältebus Menschen in Notunterkünfte bringt oder zumindest mit heißen Getränken, Decken und Schlafsäcken versorgt, die auch in den eisigen Nächten draußen bleiben möchten. „Manche sind psychisch nicht in der Lage, unter Menschen zu gehen“, hat Reporterin Uta Keseling beobachtet.

Ebenfalls 10.000 Euro erhält das Unionhilfswerk, dass sich in diesem Jahr verstärkt in der Obdachlosenhilfe engagiert und 200 zusätzliche Schlafplätze im Hangar 4 vom alten Flughafen Tempelhof eingerichtet hat. Dort erhalten die Obdachlosen auch eine warme Mahlzeit am Abend, Kleidung und ein Frühstück. Die Spenden werden auch gebraucht für die Wohnungslosentagesstätte Wota in Schöneberg, in der es ein warmes Mittagessen gibt und Hilfsangebote für Menschen auf der Straße vermittelt werden.

Eine Institution in der Stadt ist die Ärztin Jenny de la Torre, die in ihrem Gesundheitszentrum in Mitte kostenlos arme und bedürftige Menschen ärztlich behandelt, die nicht krankenversichert sind. Dort arbeiten Ärzte ehrenamtlich, genau wie in der Wohnungslosen-Ambulanz der Caritas hinter dem Bahnhof Zoo. Jenny de la Torre und die Ambulanz der Caritas werden ebenfalls mit einer Spende von jeweils 10.000 Euro unterstützt.

Wenn auch Sie die Kältehilfe unterstützen möchten:

Berliner helfen e.V.
Stichwort: Kältehilfe
IBAN: DE69 1002 0500 0003 3071 00
BIC: BFSWDE33BER

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( BM )