Berlin

Mit einem Banner gegen den Umbau des Olivaer Platzes

Am Mittwoch wurden zwölf Bäume auf dem Olivaer Platz gefällt. Seit Freitagabend prangt am Bauzaun ein großes Plakat. Die darauf geäußerten Vorwürfe sind nicht neu: Charlottenburg-Wilmersdorfs Baustadtrat Oliver Schruoffeneger (Grüne) würde den Platz zerstören. Der Bürgerwille werde mit Füßen getreten.

Wer das Banner angebracht hat, könne er nicht sagen, so Raimund Fischer von der Bürgerinitiative (BI) Olivaer Platz, die sich gegen die Umgestaltung einsetzt. "Wir begrüßen die Aktion aber ausdrücklich." Es gehe vor allem darum, Aufmerksamkeit zu erregen. Mit der Fällung seien zwar jetzt Fakten geschaffen worden. "Der Bebauungsplan ist aber noch nicht durch."

Diesen will das Bezirksamt in den kommenden Monaten vorlegen. Der jetzt begonnene erste Bauabschnitt wurde im Herbst in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) mit den Stimmen von SPD, Grünen und Linken beschlossen. Alle Maßnahmen würden sich auf planungsrechtlich unbefangene Flächen beziehen, hieß es stets aus dem Grünflächenamt.

Der seit mittlerweile zehn Jahren schwelende Streit über die 2,5 Millionen Euro teure Umgestaltung des Olivaer Platzes fand am Donnerstag seinen vorläufigen Höhepunkt. Mit knapper Mehrheit ist Schruoffeneger einer von CDU und FDP beantragten Missbilligung durch die BVV entgangen.

© Berliner Morgenpost 2018 – Alle Rechte vorbehalten.