Stromausfall

Berliner hatten letztes Jahr 20 Minuten lang keinen Strom

Rein rechnerisch hatten die Berliner im letzten Jahr 20 Minuten lang keinen Strom. Störungen im Hochspannungsnetz waren der Anlass.

Stromausfall: Eine Mutter sitzt mit ihrem Sohn in ihrer dunklen Wohnung (Archivbild)

Stromausfall: Eine Mutter sitzt mit ihrem Sohn in ihrer dunklen Wohnung (Archivbild)

Foto: dpa Picture-Alliance / Julian Stratenschulte / picture alliance / dpa

Berlin.  Die Berliner Haushalte sind im vergangenen Jahr rein rechnerisch etwa 19 Minuten ohne Strom gewesen. „Stromausfälle haben wir wenige an jedem Tag - das ist in einer großen Stadt immer so“, sagte ein Sprecher der Stromnetz Berlin GmbH am Mittwoch. Im vergangenen Jahr habe es aber erstmals seit Jahren drei Störungen im Hochspannungsnetz gegeben.

So hatten im Juni knapp 70.000 Haushalte im Südosten vorübergehend keinen Strom, weil ein Bagger ein Starkstromkabel bei Bauarbeiten beschädigt hatte. „Davor sind wir leider nicht gefeit, auch nicht mit dem besten Stromnetz“, sagte der Sprecher. Die Stromnetz Berlin GmbH ist eine Tochter des Energiekonzerns Vattenfall und für das gesamte Berliner Stromnetz verantwortlich.

Ohne die drei ungewöhnlichen Störungen fiel der Strom durchschnittlich 10,5 Minuten aus, ähnlich oft wie 2016. Dieses Jahr sollen rund 188 Millionen Euro ins Stromnetz fließen. Mehr als die Hälfte ist für Erhalt und Modernisierung eingeplant. Der Betreiber will aber auch in Netzausbau und Digitalisierung investieren, etwa in neue digitale Stromzähler für Kunden mit hohem Verbrauch.

Mehr zum Thema:

Stromausfall in Friedrichshain: 3300 Haushalte betroffen

Kabel beschädigt: 3000 Haushalte in Pankow ohne Strom

35.000 Haushalte im Berliner Süden bis zum Morgen ohne Strom