Bundespräsident

Steinmeier spricht mit Bürgern aus Cottbus über Gewalt

In Cottbus kam es zuletzt zu Gewalttaten zwischen Einheimischen und Flüchtlingen. Der Bundespräsident informiert sich aus erster Hand.

Demo für ein friedliches Miteinander in Cottbus

Demo für ein friedliches Miteinander in Cottbus

Foto: Sophia Kembowski / dpa

Nach den Auseinandersetzungen zwischen Deutschen und Flüchtlingen in Cottbus trifft sich Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am Dienstag in Berlin mit Vertretern der Stadt zu einem vertraulichen Gespräch. Das gab das Bundespräsidialamt bekannt.

Zu den geladenen Gästen gehören neben dem Oberbürgermeister von Cottbus, Holger Kelch (CDU), unter anderem Vertreter des Fußball-Regionalligisten FC Energie Cottbus, der Wirtschaftskammern, des Menschenrechtszentrums und des Vereins „Cottbuser Aufbruch“, der sich gegen Fremdenfeindlichkeit einsetzt.

Kelch wolle in Berlin auch deutlich machen, dass Kommunen bei der Integration an ihre Grenzen stießen, wenn finanzielle Mittel etwa für die Schaffung von weiteren Kita- oder Schulplätzen fehlten, sagte ein Stadtsprecher.

Zuletzt hatte sich die Lage nach der geballten Gewalt im Januar wieder etwas entspannt. Bis auf Weiteres kommen auf Anweisung des Landes keine weiteren Flüchtlinge aus der Erstaufnahmeeinrichtung in Eisenhüttenstadt nach Cottbus. Die Stadt hatte in der Vergangenheit mehr Asylbewerber aufgenommen als viele andere Kommunen in Brandenburg.

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