14. Februar

Wie der Valentinstag gelingt - und wie garantiert nicht

Am Mittwoch ist Valentinstag. Für alle, die ihn feiern wollen: 14 Tipps, damit der Tag der Liebe gelingt.

Rote Rosen gehen am Valentinstag eigentlich immer

Rote Rosen gehen am Valentinstag eigentlich immer

Foto: Christian Charisius / dpa

Berlin. Kaum ein Brauch ist so umstritten wie der Valentinstag. Während die einen sich schon wochenlang Gedanken machen, womit sie der oder dem Liebsten eine Freude bereiten können, behaupten andere, der Valentinstag sei von den Blumenhändlern ausgerufen worden, weil es bei denen rund um den 14. Fe­bruar immer ordentlich in der Kasse klingelt. Viele ignorieren den Valentinstag sogar komplett und verschenken Blumen und Liebeserklärungen lieber dann, wenn ihnen danach ist.

Es mag kitschig sein, sich ausgerechnet an diesem Tag Blumen zu schenken und ewige Liebe zu schwören, schön ist es trotzdem. Mal ehrlich, wer freut sich nicht über einen wunderbaren Blumenstrauß. Und dass man geliebt wird, kann man auch nicht oft genug hören. An dieser Stelle deshalb einige Tipps, damit der Valentinstag auch gelingt.

Essen gehen: Liebe geht durch den Magen – und das klassische Valentinstag-Date führt passenderweise in ein Restaurant. Ein Erfolgsrezept, das sich bewährt hat: Solange Tischmanieren stimmen und Knoblauch vermieden wird, kommt es in den meisten Fällen nach Ende des Dinners zum Kuss. Ursprünglich hatte der Kuss übrigens einen ganz anderen Zweck: Schimpansen und Menschen verabreichten per Knutscher ihrem Nachwuchs die vorgekaute Nahrung. Da macht man doch lieber Diät. Wenigstens war diese Handhabe noch nützlich, Knutschflecke hingegen sind eher peinlich.

Blumen sagen mehr als Worte: Mit diesem Werbespruch fing in Deutschland die Mode zum Valentinstag an. Auch wenn es als Werbung gedacht war, stimmt die Aussage. Grundsätzlich gibt es keine Blumen, die man nicht verschenken kann. Wer die Lieblingsblumen seiner Angebeteten kennt, weiß, was er zu tun hat. Für alle anderen gilt, Rosen sind immer richtig. Und zum Valentinstag eignen sich auch Zwiebelblumen wie Tulpen oder Narzissen. Einfach, weil bald Frühling ist. Nur bitte keine Plastikblumen!

Ich liebe Dich: Ein Satz, den man der oder dem Liebsten nicht oft genug sagen kann. Deshalb gehört er auch zum Valentinstag. Vielleicht sagt man ihn beim Überreichen eines Blumenstraußes oder im Kerzenschein in einem Restaurant. Man kann ihn auch auf eine Karte schreiben oder ihn mit einer Taschenlampe an den Himmel schreiben oder auf Pappkarton, zum Aufhängen an der Wand. Es gibt viele Möglichkeiten. Hauptsache, die Botschaft wird gesendet und kommt an.

Rendezvous: Wer sich am Valentinstag mit jemandem verabredet, auf den er ein Auge geworfen oder in den er sich gerade erst verliebt hat, sollte nicht gleich aufs Ganze gehen. Keine großen Geschenke also, lieber einen schönen Blumenstrauß und ein Essen in einem gemütlichen Restaurant. Küssen allerdings ist erlaubt. Paare, die schon länger zusammen sind, könnten das Restaurant auswählen, in dem sie sich kennengelernt haben.

Liebesbrief: Von Hand geschrieben und von Herzen kommend ist ein Liebesbrief eines der schönsten Dinge, die man dem oder der Angebeteten überreichen kann. Das Problem: Nicht jeder taugt zum Poeten. Bevor man sich dann ein Gedicht oder andere romantische Zeilen aus dem Internet ausdruckt, lässt man am besten einfach sein Herz sprechen. Zum Beispiel mit: Ich liebe dich, weil … Wem da drei gute Gründe einfallen, ist auf der sicheren Seite.

Kochen: Selbst etwas Schönes zu kochen, ist auch ein Liebesbeweis. Als Zutaten kann man überdies Gewürze wählen, die die Sinne anregen. Chili, Pfeffer und Ingwer, die berauschende Muskatnuss oder der anregende Rosmarin gehören dazu. Auch Safran und Vanille werden als Pflanzen der Liebe geschätzt.

Niemals: Wirklich niemals sollte man Socken zum Valentinstag verschenken. Auch Küchengeräte sind verboten. Außerdem gilt: bloß nicht im Internet googeln. Ebenso nicht: ein vorgepacktes Geschenkpäckchen vom Grabbeltisch im Supermarkt kaufen. Dann lieber etwas selbst machen. Und am allerwenigsten: irgend einen x-beliebigen Gutschein.

Achtung, Tankstelle: Letzte Ausfahrt für alle, die den Valentinstag vergessen haben. Im wahrsten Sinne des Wortes: Denn wer mit einer schnell zwischen Benzin und Kippen gekauften Packung Schokolade und einer eingeschweißten Marzipan-Rose nach Hause kommt, kann gleich wieder gehen. Schlimmer als lieblos besorgte Geschenke von der Tanke sind nur vorgepackte Präsentkörbe mit Kaffee und Gewürzgurken aus dem Kaufhaus und das Seifenset aus dem Drogeriemarkt, das viel zu sehr nach Moschus riecht. Dann lieber gar nichts kaufen. Wirklich nicht.

Ignorieren: Man muss den Valentinstag nicht gut finden. Wer der Meinung ist, es gehe nur ums Kaufen, um Kommerz und um eine ungerechte Bevorzugung der Blumenladen-Innung, darf dies auch gern vertreten. Aber dann konsequent – und nicht als Ausrede, wenn man den Valentinstag einfach vergessen hat. Außerdem weiß jeder: Geliebten Menschen darf man jederzeit eine Freude machen. Ganz egal, welcher Tag gerade ist.

Lächeln: Eine freundliche Miene ist nie verkehrt, und ein Lächeln kostet nichts. Wem es schwerfällt: mal vor dem Spiegel üben. Und der Lohn? Die meisten Menschen lächeln spontan zurück. Einfach so im Vorbeigehen. Oder das Lächeln wird zum Anfang einer Beziehung. Wer weiß!

Eltern: Sie freuen sich ja über alles – denkt man als Kind. Wenn die Eltern älter werden (und man selbst auch), wird es Zeit für mehr Ehrlichkeit: nicht irgendetwas schenken, sondern stattdessen überlegen: Lesen sie gern? Gehen sie gern mal essen? Oder freuen sich einfach, wenn man sich Zeit nimmt und anruft?

Romantik: bedeutet schlicht: Gefühle zeigen. Ob durch ein kleines Geschenk, ein nettes Wort, eine Geste – was zählt, ist die Emotion dahinter. Worauf es ankommt, ist weniger die Geste als die Glaubwürdigkeit. Also: Mut zum Gefühl!

Inspiration: Man möchte jemandem einen Gefallen tun, hat aber keine Idee? Wie wäre es mit einem Tandem-Fallschirmsprung, einer persönlichen Sternschnuppe oder einem Armband mit Gravur? Ein Picknick im Lieblingspark (geht auch im Winter) wäre auch eine schöne Idee oder ein langer Spaziergang mit anschließendem Essen (zu Hause oder im Restaurant).

Was immer geht, sind die Klassiker: eine einzelne Rose statt eines opulenten und vom anderen vielleicht als kitschig empfundenen Straußes, eine gute Schokolade statt der Valentinstags-Sonderpraline. Champa­gner statt Wein, wenn man die Vorlieben des anderen nicht kennt. Schön ist auf jeden Fall einfach eine Umarmung mit einem innigen Kuss.