Berlin

Charlottenburg: Nachbarschaftshaus wird saniert

Arbeiten sollen bis Ende September abgeschlossen sein

Der bisherige Trägerverein „Nachbarschaftshaus am Lietzensee“ hat das Gebäude in der Herbartstraße 25 am 12. Januar an den Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf übergeben. Nach dem Stand der ersten Baubesprechung sollen die Sanierungsarbeiten im Februar starten, sagte der Leiter der Planungs- und Koordinierungsstelle für Gesundheit und Soziales, Peter Laase, auf der jüngsten Sitzung des Sozialausschusses der Bezirksverordnetenversammlung. Demnach sollen Stränge saniert und das Fundament nach außen abgedichtet werden. Ob noch mehr zu tun ist, werde sich währenddessen zeigen. Sozialstadtrat Carsten Engelmann (CDU) zeigte sich zuversichtlich, dass die Sanierung bis September abgeschlossen werde.

Im Anschluss an die Sanierung soll ein neuer Träger das Haus übernehmen. Offen bleibt weiterhin, wer das sein wird, und wie er gefunden werden soll. Engelmanns Wunsch, die Wilmersdorfer Seniorenstiftung einziehen zu lassen, war am Widerstand der Bezirksverordneten gescheitert. Sie verlangen mit breiter Mehrheit, dass das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf eine öffentliche Ausschreibung durchführt. Engelmann hingegen präferiert eine beschränkte Ausschreibung, „weil man dabei auf versierte und erfahrene Träger zugehen kann“. Das würde deutlich schneller gehen, weil das Bezirksamt eine Vorauswahl trifft.

Engelmann hat außerdem einen Zeitplan für das weitere Verfahren skizziert. Im März will er den Text der (öffentlichen oder beschränkten) Ausschreibung dem Sozialausschuss vorstellen. Im April soll er dann veröffentlicht werden. Eine Auswertung der eingegangenen Gebote soll im Mai erfolgen und eine Entscheidung möglicherweise noch vor der Sommerpause.

Wie bisher soll es an der Herbartstraße ein Angebot für alle Generationen geben. Gleichsam soll die Seniorenarbeit mehr in den Fokus gerückt werden. „Wir werden den breiteren Ansatz weiter verfolgen, müssen aber den demografischen Wandel im Bezirk im Blick haben“, so Laase. Im Vorfeld hatte es einen langen Streit zwischen dem Bezirksamt und dem bisherigen Träger gegeben.