Berlin

Der Autofahrer: „Besser als mit S- und U-Bahn“

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Philipp Siebert

Hartmut Ikinger, Auto-Pendler aus Glienicke/Nordbahn: Wirklich klagen könne er nicht, sagt Hartmut Ikinger. Jeden Morgen fährt der selbstständige Immobilienkaufmann aus dem Oberhavelkreis in sein Wilmersdorfer Büro. Er sei selbst überrascht, wie schnell es meistens geht. „Wenn alles gut geht, brauche ich um die 25 Minuten.“

Der 61-Jährige versucht dabei, die Stoßzeiten insbesondere auf der Stadtautobahn zu vermeiden. Selten fahre er vor neun Uhr morgens von zu Hause los. Den Rückweg trete er in der Regel nicht vor 18.30 Uhr an. „Wenn ich doch mal früher losmuss, rechne ich halt mehr Fahrtzeit ein.“

Dann sei er unter Umständen auch schon mal bis zu einer Stunde unterwegs – vor allem bei Regen, Schnee, nach einem Unfall und insbesondere montags. Darüber sei er sich aber im Klaren gewesen, als er vor zwölf Jahren aus Charlottenburg vor die Tore Berlins zog – auch wenn er damals nur zehn Minuten zur Arbeit gebraucht habe. Allerdings habe der Wunsch nach Haus, Hund und Garten überwogen. „Wenn es mir irgendwann nicht mehr passt, muss ich halt wieder zurück in die Stadt ziehen“, sagt Ikinger. Darüber denke er aber nur selten nach – meist wenn er nach einem anstrengenden Arbeitstag auf der Autobahn im Stau steht. Sobald er zu Hause angekommen ist, sei dieser Gedanke aber schnell wieder verflogen.

„Ich bin auf jeden Fall froh, dass es die Stadtautobahn gibt.“ Früher sei er auch manchmal über die B96 durch Reinickendorf und Wedding in die Innenstadt gefahren. Seit eine Baustelle in Wittenau eine lange Umleitung durch das Märkische Viertel nötig macht, versuche er die Straße allerdings zu meiden.

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren, komme für Ikinger dabei nicht infrage. Dafür sei Glienicke, obwohl es direkt hinter Berlins Stadtgrenze liegt, zu schlecht an das S- und U-Bahnnetz angebunden.

( ps )