Medizin

Lungenkrebs ist die häufigste Krebsart in Berlin

Die häufigste Krebserkrankung in Berlin ist Lungenkrebs. Mehr als 12.500 Patienten wurden 2016 wegen dieser Krankheit behandelt.

So sieht ein Röntgenbild von Lungenkrebs aus: Rauchen erhöht das Erkrankungsrisiko

So sieht ein Röntgenbild von Lungenkrebs aus: Rauchen erhöht das Erkrankungsrisiko

Foto: iStock by Getty Images

Berlin. In Berliner Krankenhäusern ist Lungenkrebs die häufigste Krebsart. Das Statistikamt Berlin-Brandenburg meldet, dass im Jahr 2016 insgesamt 12.585 Männer und Frauen stationär behandelt wurden. Das Risiko an Lungenkrebs zu erkranken wird insbesondere durch Rauchen erhöht. Brustkrebs ist die zweithäufigste Krebsart in Berlin: 6150 Fälle gab es im Jahr 2016.

Einen sehr starken Anstieg meldet das Statistikamt bei Hautkrebs: Zwischen 2006 und 2016 stieg die Zahl der Erkrankungen mit bösartigen Neubildungen von 2000 auf etwa 3800 Fälle. Das entspricht einem Zuwachs von 82 Prozent.

Dr.med. Claas Ulrich, Dermatologe an der Charité, sieht mögliche Ursachen für den Anstieg in Kurztrips mit Billigfliegern in den sonnigen Süden oder in Skiurlaube, da schnelle Sonnenbrände begünstigt werden. Außerdem zeigen sich nun die Folgen der Solariumwelle in den 1980er- und 1990er-Jahren und von früherem unüberlegtem Sonnenbaden der Baby-Boomer-Generation (d.h. Menschen, die zwischen 1946 und 1964 geboren wurden), so der Dermatologe.

Insgesamt wurden in Berliner Kliniken 103.400 Menschen mit Krebs-Neubildungen stationär behandelt.

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