Polizeiwache in Kreuzberg

Seit Monaten fließt in einer Polizeiwache braunes Wasser

Braunes Wasser läuft seit Monaten in der Polizeiwache in der Friesenstraße. Der Behördenleitung wird Untätigkeit vorgeworfen.

Braunes Wasser kommt aus der Leitung bei der Polizeiwache in der Friesenstraße (Archiv)

Braunes Wasser kommt aus der Leitung bei der Polizeiwache in der Friesenstraße (Archiv)

Foto: privat

Berlin. In einer Polizeiwache an der Friesenstraße in Kreuzberg läuft seit Monaten braunes Wasser aus dem Hahn. Auch nach mehreren Medienberichten hat sich an der Situation laut Gewerkschaft der Polizei (GdP) nichts geändert. In einem internen Schreiben wird der Behördenleitung vom Personalrat der Direktion Einsatz Untätigkeit vorgeworfen.

In dem Papier, das der Berliner Morgenpost vorliegt, heißt es: „Der Personalrat fordert letztmalig und eindringlich, die Missstände in der Wasserversorgung in der Unterkunft der Friesenstraße abzustellen.“ Das braune Wasser komme in drei Häusern aus den Leitungen.

Bereits im November hatte eine Überprüfung durch Experten ergeben, dass die Schwermetallbelastung des Wassers deutlich zu hoch ist. Die Grenzen für Blei, Mangan und Eisen wurden um ein Vielfaches überschritten. Auch in anderen Häusern der Berliner Polizei gab es in den vergangenen Jahren ähnliche Probleme.

„Dass aus einem Wasserhahn in einem Berliner Polizeigebäude braunes Wasser kommt, ist bereits schlimm genug. Wie man mit der Thematik umgeht, den Zugang zu Gutachten blockiert, offensichtliche Gesundheitsgefahren verschleiert und von Führungsseite her so tut, als würde das niemanden interessieren, ist schon anmaßend“, sagte GdP-Sprecher Benjamin Jendro. Die Friesenstraße sei beispielhaft für viele Liegenschaften.

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