Ladenöffnung

Welche Geschäfte am Sonntag in Berlin öffnen

Nach der Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts haben die Händler kurzfristig reagiert. Wer offen hat und wer nicht.

Berliner Geschäte dürfen nun doch an diesem Sonntag öffnen

Berliner Geschäte dürfen nun doch an diesem Sonntag öffnen

Foto: Gero Breloer / dpa

Berliner und Berlin-Besucher können am Sonntag nach Herzenslust shoppen. Nachdem das Oberverwaltungsgericht Berlin den verkaufsoffenen Sonntag zur Grünen Woche am 28. Januar in einer Eilentscheidung erlaubt hat, werden viele Geschäfte kurzfristig öffnen. „Es sind viel mehr, als wir erwartet haben“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Einzelhandelsverbands Berlin-Brandenburg, Nils Busch-Petersen, am Freitag der Berliner Morgenpost. Er schätzt, dass mehr als 2000 Geschäfte zwischen 13 und 18 Uhr am Sonntag aufmachen werden. Das sei nur möglich, weil Betriebsräte und Mitarbeiter kurzfristig mitgezogen hätten, betonte Busch-Petersen.

„Yes. We are open“ (Ja, wir sind offen) meldet die Arbeitsgemeinschaft City West. Auf Kunden warten demnach am Sonntag die meisten Geschäfte im Europa-Center, im Kranzler Eck und im Stilwerk Kantstraße sowie verschiedene Stores an Kudamm und Tauentzien. Viele Händler hätten sich aber nach dem Verbot im Dezember bereits auf Sonntagsruhe eingestellt und nicht mehr reagieren können, gaben Viola Krecker und Uwe Timm vom Vorstand der AG City zu bedenken. So würden Läden im Bikini und auch das KaDeWe geschlossen bleiben.

Nach Angaben des Einzelhandelsverbands werden sich aber alle Berliner Karstadt-Häuser und Kaufhof sowie die SB-Warenhäuser von real am verkaufsoffenen Sonntag beteiligen. Auch die meisten Shoppingmalls machen von der Möglichkeit der Ladenöffnung Gebrauch. So können Kunden im Alexa am Alexanderplatz und in der Galeries Lafayette an der Friedrichstraße einkaufen. Am Potsdamer Platz öffnen die Mall of Berlin und die Arcaden, an der Steglitzer Schloßstraße „Das Schloss“, Boulevard Berlin und Forum Steglitz. Die Spandau Arcaden, die Gropius Passagen in Neukölln und das Eastgate in Marzahn sind für Kunden da. Mit dabei sind auch die meisten Möbelhäuser wie Ikea, Möbel Kraft, Höffner, Möbel Hübner und Poco.

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hatte gegen die Verordnung für die Sonntagsöffnungszeiten im ersten Halbjahr 2018 geklagt und vor dem Verwaltungsgericht zunächst recht bekommen. In einer Eilentscheidung hob das Oberverwaltungsgericht am Dienstag den Beschluss der Vorinstanz auf. Das Verfahren in der Hauptsache steht noch aus. „Nun hoffen nicht nur die Händler, sondern auch alle anderen vom Sonntagshandel profitierenden Branchen wie die Gastronomie, dass auch die Entscheidung in der Hauptsache positiv beschieden wird“, heißt es in einer Erklärung der AG City.

Eine vorläufige Liste der teilnehmenden Geschäfte führt der Einzelhandelsverband: www.hbb-ev.de/index.php/ladenoeffnung/verkaufsoffene-sonntage

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