Bundeskanzleramt

Kreativer Protest gegen türkische Offensive in Syrien

Aktivisten der Gruppe PixelHelper haben mit Lichtprojektionen am Bundeskanzleramt gegen die türkische Militäraktion protestiert.

Ein Lichtbild mit dem Schriftzug "Je suis Afrin" prangte am Bundeskanzleramt

Ein Lichtbild mit dem Schriftzug "Je suis Afrin" prangte am Bundeskanzleramt

Foto: Dirk-Martin Heinzelmann/PixelHelper

Aktionskünstler der Gruppe PixelHelper haben Mittwochabend mehrere Lichtprojektionen an das Bundeskanzleramt geworfen. Lichtbilder mit dem Schriftzug „Je suis Afrin“ und „Erdogans Teehaus“ prangten am Bundeskanzleramt. Die Aktivisten hatten in der Vergangenheit schon mehrmals mit Aktionen dieser Art für Aufmerksamkeit gesorgt.

Der Protest richtet sich gegen den Einmarsch türkischer Truppen im Norden Syriens. Sie sollen in der kurdisch dominierten Region Afrin die Kurdenmiliz YPG bekämpfen. Die YPG-Miliz wird von der Regierung in Ankara als Ableger der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK betrachtet. Bei dem Einsatz im Rahmen der „Operation Olivenzweig“ sollen auch deutsche Leopard-Panzer zum Einsatz kommen.

„Es muss ein Ruck durch Europa gehen. Ein Ruck gegen Erdogan, für Humanität und eine bessere Welt“, schrieben die Aktivisten von PixelHelper in einer Pressemitteilung. Sie kündigten weitere Lichtprojektionen an Regierungsgebäudem in Europa an.

© Berliner Morgenpost 2018 – Alle Rechte vorbehalten.