Urlaubsinsel

Hoffnung auf schnelle Bahnverbindung von Berlin nach Usedom

Ein Bündnis macht sich für eine alternative Bahnstrecke zwischen Berlin und Usedom stark. Die Reisezeit könnte verringert werden.

Beliebtes Urlaubsziel: der Strand in Zinnowitz auf Usedom

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Foto: Stefan Sauer / dpa

Ein Usedomer Aktionsbündnis macht Druck auf das Land, sich stärker für die Wiederherstellung einer schnellen Bahnverbindung nach Berlin zu engagieren. Nachdem das Vorhaben aus dem Bundesverkehrswegeplan geflogen sei, müsse jetzt das Land die Federführung bei der Planung übernehmen, sagte der Sprecher der Usedomer Eisenbahnfreunde, Günther Jikeli, am Montag.

Die Initiatoren wollen am Mittwoch vor dem Landtag demonstrieren. „Wir fordern, die Benachteiligung der Insel Usedom endlich zu beenden.“ Rügen und die mecklenburgische Ostseeküste seien deutlich besser an das Verkehrsnetz angebunden.

Die Usedomer Eisenbahnfreunde machen sich schon seit Jahren für eine Wiederbelebung der Bahnstrecke zwischen Ducherow, Karnin und Swinemünde stark. Nach aktuellen Schätzungen würde die Strecke etwa 95 Millionen Euro kosten. 85 Prozent des Betrags könnten aus Mitteln der Europäischen Union gestemmt werden, glaubt Günther Jikeli von den Eisenbahnfreunden. Berliner erreichten Usedom bis 1945 über eine Dreh-, später eine Hubbrücke bei Karnin, innerhalb von gut zwei Stunden. Kurz vor Kriegsende wurde die Brücke gesprengt.

Die Südanbindung sei der kürzeste und schnellste Verkehrsweg von Berlin an die Ostsee, erklärte Jikeli. Die Reisezeit von Berlin nach Usedom könne auf zwei Stunden verringert werden. Bisher müssen Reisende mit dem Regionalexpress bis nach Züssow fahren und dort in einen Zug der Usedomer Bäderbahn umsteigen, der sie über Wolgast auf die Urlaubsinsel bringt.

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