Insolvenzauktion

Air Berlin-Ausverkauf: Preis für Schokoherzen verzehnfacht

In einer Online-Auktion werden Erinnerungsstücke von Air Berlin verkauft. Das Interesse an der Versteigerung ist riesig.

Die berühmten Schokoherzen der insolventen Fluglinie Air Berlin

Die berühmten Schokoherzen der insolventen Fluglinie Air Berlin

Foto: dpa

Berlin. Die Online-Versteigerung des Inventars der insolventen Fluglinie Air Berlin sorgt schon nach dem ersten Tag für enorme Preissprünge. Das Hamburger Auktionshaus Dechow hatte die Insolvenauktion am Montagmittag gestartet, 51.000 Personen hatten sich zuvor für das Bieterverfahren registriert. Zur Versteigerung stehen insgesamt 850 Erinnerungsstücke, darunter auch neun Autos, Flugzeugsitze, Geschirr, Stoffbeutel, Tablets und Spielzeug.

Auf große Nachfrage stoßen ganz offensichtlich die ausgedienten Flugzeugtrolleys. Mehr als 300 dieser Tablett-Wagen werden in der Auktion versteigert - zu einem Startpreis von 90 Euro. Am Dienstagmittag (13 Uhr) lag der Preis dafür vereinzelt schon bei über 1500 Euro. Wer gleich fünf Trolleys auf einen Schlag erstehen möchte, muss aktuell über 4500 Euro zahlen.

Ähnlich hohe Preissprünge gibt es bei den angebotenen Flugzeugsitzen. Dort sorgten die Gebote der vergangenen 24 Stunden für einen Anstieg um das Zehnfache - von 150 Euro als Startpreis auf aktuell 1500 Euro. Weniger steil verlief die Kurve für einen ausgedienten Air-Berlin-Smart, der mit einem Gebot von 1500 startete und preislich nun bei 3800 Euro liegt.

Kaum verwunderlich, dass auch die berühmten Air-Berlin-Schokoherzen auf große Nachfrage treffen. Das Startgebot für 100 Herzen lag bei schnäppchenhaften 20 Euro. Zum Teil liegen sie nun bei einem Preis von 220 Euro.

Das erste Los der Insolvenzauktion läuft noch bis zum 1. Februar. An diesem Donnerstag können etwa 100 Objekte in einer Lagerhalle am Rande von Essen besichtigt werden. Ende Fe­bruar wird es dann eine zweite Auktion mit weiteren etwa 650 Dingen geben, bei der auch Liegestühle und Flugzeugteile, sogar Turbinen angeboten werden. Initiiert wurde die Versteigerung von der Airline selbst, der Erlös soll in die Insolvenzmasse fließen.

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