Kreuzberg

Hunderte Sneaker-Fans frieren für den BVG-Turnschuh

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Hunderte Sneaker-Fans frieren für den BVG-Turnschuh

Hunderte Sneaker-Fans frieren für den BVG-Turnschuh

Trotz eisiger Kälte haben Hunderte die Nacht vor einem Schuhladen in Kreuzberg verbracht. Der Verkauf der auf 500 Stück limitierten adidas-Schuhe im BVG-Muster startete am Vormittag.

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Trotz eisiger Kälte haben Hunderte die Nacht vor einem Schuhladen in Kreuzberg verbracht. Der Verkauf der Treter startete am Vormittag.

Berlin. Die Zahl der Turnschuhe ist limitiert, zugleich gilt der Sneaker als Fahrschein: Hunderte harrten in Berlin vor zwei Geschäften aus, um am Dienstag einen der Schuhe im Look der U-Bahn-Sitzbezüge kaufen zu können. Schnee und Kälte haben es ihnen in der Nacht nicht leicht gemacht: Die meisten Wartenden vor einem Laden in Kreuzberg hätten sich in der Nacht in Autos oder Bars zurückgezogen, sagte Ladensprecher Julian Kalitta auf Anfrage am frühen Morgen.

Um 11 Uhr war es dann so weit: Die Türen des Geschäfts in Kreuzberg öffneten sich. Kurz darauf kam Turnschuh-Fan Steven Fischer als einer der ersten Käufer mit einem Paar der Schuhe aus dem Laden - und wurde dort erwartet von einer Journalisten-Traube.

In Gruppen von fünf bis zehn Menschen wurden die Wartenden in den Laden gelassen. Wer den Schuh für sich selbst kaufte, hatte also durchaus Gelegenheit, ihn auch anzuprobieren. Verkauft wurde pro Person je ein Paar, angeboten wurden die Schuhgrößen 37 bis 48. Nach Informationen der Berliner Morgenpost werden in dem Laden in Kreuzberg rund 300 Schuhe verkauft, in dem Geschäft an der Münzstraße sollen es etwa 150 Paar sein. Offiziell bestätigt werden diese Zahlen nicht. Die limitierten Schuhe sind individuell nummeriert. Eines der ersten im Laden verkauften Paare wurde übrigens direkt an einer Straßenecke nebenan weiterverkauft. Für 800 Euro.

Die Ladenbetreiber rechnen damit, dass das grüppchenweise Vorrücken der Käufer noch bis etwa 16 Uhr dauern wird. Dann dürfte der Bestand ausverkauft sein. Es stünden derzeit mehr Menschen in der Schlange, als es verfügbare Schuhe gibt. Wer nicht auf der Warteliste steht, wird ohnehin nach Hause geschickt, wie schon in der Nacht.

Mehr als 500 Menschen in der Nacht auf der Warteliste

Gegen 1 Uhr hatten mehr als 550 Menschen auf der Warteliste gestanden. Gegen 6 Uhr wurde wieder gezählt. Wer dann nicht da war, wurde von der Liste gestrichen. Für die Wartenden gab es am Morgen ein Frühstück. Einige von ihnen harrten mehr als 24 Stunden aus. Um 11 Uhr begann dann der Verkauf.

Peggy aus Hellersdorf etwa berichtete, sie sei bereits seit Montagmorgen da. Zusammen mit Oliver aus Friedrichshain sicherte sie sich einen Platz in einem Wartehäuschen - in dicke Decken gehüllt und mit Liegestuhl. Andere Wartende hatten auf dem Fußweg Zelte und Campingtische aufgestellt.

Der Adidas-Schuh mit eingebautem Fahrschein wird in einer limitierten Auflage von 500 Exemplaren verkauft, er soll 180 Euro kosten. Auf Ebay wurde er schon vor Verkaufsstart für 600 Euro angeboten.

Die Schuhe gelten bis Ende 2018 als Fahrkarte in sämtlichen Berliner U-Bahnen, Straßenbahnen, Bussen und Fähren - allerdings nur, wenn sie am Fuß getragen werden.

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( dpa )